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Normale Version: Pressefreiheit -Unterwanderung
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Zitat:„Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen..“ Den Beitrag schloss er mit einem Smiley ab.

in:

http://meedia.de/2015/11/17/durchgeknall...-matussek/


Unsere Lügenpresse erträgt keine abweichenden Meinungen- selbst die konservative Welt nicht mehr.

Fazit: Die Unterwanderung geht weiter.

[Zitat aus der Presse deutlicher hervorgehoben, nicht mit"genommene" Satzzeichen ergänzt - rjmaris]
Hallo Arno: meinst du das im Ernst, mit dem Begriff Lügenpresse?

Ich halte die Unterwanderung für eine potenzielle Gefahr, aber eine Gefahr, die sehr begrenzt ist, und nicht rechtfertigt, die Flüchtlingspolitik auf den Kopf zu stellen (genauso wenig man wegen einzelnen Leuten, die vom Sozialsystem mißbrauch machen, als Anlass sähe, das Sozialsystem auf den Kopf zu stellen).

Die Lage in Paris wurde - wie ich lesen konnte - dadurch begünstigt, dass die sog. Banlieus in und um Paris eine leichte Zielscheibe von Terroristen ist, Rekruten zu gewinnen. Auch hier gilt: Abgehängte der Gesellschaft lassen sich leicht radikalisieren. Die Ursache muss angegangen werden.
Wenn Matussek tatsächlich aufgrund dieses Posts entlassen worden sein sollte (da gibt es ja auch andere Meinungen), fände ich das sehr bedenklich. Er selbst hat für den Post irgendeine Erklärung, aber sei's drum.
Ebenfalls erwischt – und das quasi mit einer Art Berufsverbot – hat es Akif Pirincci. Pikant dabei ist, dass über seine „Rede“ in einigen Medien so berichtet wurde, dass der Eindruck entstand, er wolle Flüchtlinge in KZ's schicken. Vor ein paar Tagen habe ich mich noch mit einer Kollegin unterhalten, die genau das glaubte. So hat er es aber nicht gesagt. Pirincci bewegt sich in meinen Augen auf einem Level mit Klaus Kinski, irgendwie wirr. Seine fäkalsprachlichen Ergüsse sind auch nicht jedermanns Sache. Das war zuvor schon bekannt. Aber dafür sogar seine Katzenkrimis vom Markt zu nehmen? Er selbst hat es in einem Interview als Bücherverbrennung – nur ohne Rauch - bezeichnet. Auf jeden Fall erficht er seitdem vor Gericht einige Erfolge. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle der Medien so. Es werden auch weitere, sagen wir mal: journalistische Mängel im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte erwähnt. Auch interessant: Ein irreführender Bericht der ARD über eine Lichterkette. Man denke auch an den Auftritt von Merkel & Co. in einer Pariser Seitenstraße nach dem Attentat auf Charlie Hebdo. Da dachte man auch zuerst, die würden tatsächlich mitlaufen. Es wird eben mit Bildern kreativ umgegangen. Deshalb kann man aber nicht pauschal von Lügenpresse sprechen. Denn diese „Fehler“ wurden von anderen Medien aufgedeckt und öffentlich gemacht. Trau, schau, wem...
Es stimmt auch bedenklich, wenn der OB von Magdeburg – und nun ehemaliges SPD-Mitglied – erzählt, man habe ihm nahegelegt, seine Meinung zum Flüchtlingsthema nicht öffentlich zu machen. Auch Vorwürfe, die Polizei verheimliche manche Vorfälle mit Migranten bzw. würde sogar dazu von der Politik aufgefordert, sollten nachdenklich stimmen... Trau, schau, wem...

Es geht, denke ich, nicht darum, die Flüchtlingspolitik auf den Kopf zu stellen. Es geht aber sehr wohl darum Alternativen zu diskutieren. Die hier an anderer Stelle bereits verlinkten Leitlinien von Boris Palmer sind dazu hervorragend geeignet. Nichts ist alternativlos. Die Banlieus müssen thematisiert werden, wie auch der Waffenhandel, eine ungerechte Weltwirtschaftsordnung usw. Aber auch – und davon versuchen viele, wie zum Beispiel mal wieder Jürgen Todenhöfer, abzulenken, die Rolle des Islam gehört thematisiert. Denn natürlich hat das auch etwas mit dem Islam zu tun.

Gast

(18.11.2015 08:38)rjmaris schrieb: [ -> ]Ich halte die Unterwanderung für eine potenzielle Gefahr, aber eine Gefahr, die sehr begrenzt ist, und nicht rechtfertigt, die Flüchtlingspolitik auf den Kopf zu stellen (genauso wenig man wegen einzelnen Leuten, die vom Sozialsystem mißbrauch machen, als Anlass sähe, das Sozialsystem auf den Kopf zu stellen).

Diese Aussage ist zynisch!

Wenn das Sozialsystem ausgenutzt wird, entsteht maximal ein finanzieller Schaden. Bei einer falschen Zuwanderungspolitik KANN das hingegen Auswirkungen über Leben und Tod zur Folge haben.

Autor Sansal: Anschläge werden nicht aufhören

Frankfurt/Main (dpa) - Der algerische Schriftsteller und Friedenspreisträger Boualem Sansal rechnet mit weiteren islamistischen Terroranschlägen in Europa. «Die Islamisten sind dabei, sich in Europa einzurichten», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Am Freitag haben sie in Paris zugeschlagen, morgen wird es woanders sein. Sie werden nicht aufhören.» Der Westen habe die islamistische Gefahr unterschätzt, sagte Sansal. Seine Bücher sind in Algerien verboten. Trotz vieler Anfeindungen lebt er weiterhin in seinem Heimatland.

18.11.2015 11:58 Uhr

De Maizière: Weitere Anschläge des IS in Europa möglich

Mainz (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hält weitere Anschläge der Terrormiliz IS in Europa für möglich. «Die Bedrohungslage für Europa und auch für Deutschland ist ernst - wirklich ernst», sagte er bei der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes in Mainz. Nach allem, was bisher bekannt sei, seien die Attacken in Paris das Ergebnis oder Teil einer ersten koordinierten Anschlagsserie des IS auf dem Kontinent gewesen. Vermutlich seien es nicht die letzten gewesen.

18.11.2015 16:04 Uhr

Die Presse hat auch die Aufgabe, Alternativen zur aktuellen Flüchtlingspolitik aufzuzeigen bzw. Mißstände der aktuellen Politik zu benennen.
@Gast: Der Vergleich muss man m.E. nicht zynisch nennen, sondern eher unglücklich. Und das stimmt. Unwiderrufliche Folgen kann man nicht vergleichen mit Folgen, die man wiedergutmachen kann.

Nichtsdestotrotz: Auf den Kopf stellen muss man die Flüchtlingspolitik deshalb nicht. Das hieße im Extremfall: Grenzen radikal schließen.

Das muss nicht sein. Wo ich letztlich die Motivation für diese Aussage herhole? Aus einem Passus aus dem Matthäusevangelium (13,24ff) "Vom Unkraut unter dem Weizen":
Zitat:24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26 Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.
Aus: bibleserver.com
In unserem Kontext sind die echten Flüchtlinge der Weizen. In unserem Kontext ist dieser Passus aber auch fast ein Schlag ins Gesicht!
Das mit der Lügenpresse sehe ich inzwischen so. Große Teile der Presse vertreten nur eine links-liberale, innenpolitisch grüne Linie.
Wobei ich unter den Begriff auch TV und Radiosender einordne.
Dies erlebe ich immer wieder z.B. in WDR 5. Wenn da jemand sich kritisch gegen Zuwanderung und respektlose islamische Männer äußert-wie die Polizistin Tania Kambouri-  dann wird seitens der Moderatorin ständig dazwischengeredet, weil ihr die Aussagen nicht in ihr Weltbild passen.
Lügenpresse bedeutet für mich auch Verschweigen. Dies habe ich ja als ehemaliger Pressesprecher der ÖDP erlebt. Kleinere Parteien erhalten dort nie die Möglichkeit, über ihr Tun zu berichten. Anlässlich des letzten Parteitages in Aachen wurde seitens der Medien weder über die Veranstaltung mit Prof. Dr. Buchner, noch über die Demonstration in Aachen berichtet und das obwohl der Kreisvorsitzende an den Herausgeber der hiesigen Presse geschrieben hatte. Der publizistische Hype, denn der ÖDP Kreisvorsitzende erwartet hatte, war eben nicht eingetreten. Leider haben sich meinen Befürchtungen bestätigt.
Ich finde den Begriff Lügenpresse dennoch nicht passend, weil zu pauschal. Es gibt durchaus noch Medien, die über das Versagen der Presse, wohl auch teilweise über bewusste Manipulation, berichten. So wurde der maipulierte Beitrag über die Lichterkette in der ARD wohl von der Jungen Freiheit aufgedeckt. Die ist allersings auch eine explizit konservative Zeitung. Der Begriff Lügenpresse vertieft nur die Gräben, die ein vernünftiges Gespräch erschweren. Dieses vernünftige Gespräch wird aber auch von vielen Medien verhindert, wenn sie Kritiker z.B. der aktuellen Asyl-, Flüchtlings-, Einwanderungspolitik (was wird da eigentlich betrieben?) oft in eine fremdenfeindliche, rassistische Ecke rückt. Das Spiel spielen auch viele Politiker mit, wenn sie ihre Bürger als "Pack" und Ähnliches bezeichnen.
Ich mache mir allgemein über das Diskussionsklima in Deutschland sorgen. Wer traut sich eigentlich noch, seine Meinung öffentlich auszusprechen, wenn er nicht gerade in einer sozial gut abgesicherten Position ist? Immerhin fast die Hälfte der Bevölkerung glaubt, man müsse vorsichtig sein mit der Äußerung seiner Meinung. Nachzulesen in einem insgesamt sehr lesenswerten Interview mit Renate Köcher, der Allensbach-Chefin. Pirincci und Matussek können von diesen Menschen durchaus als Exempel verstanden werden.
Der Terror der extrem rechten Seite wird in der Regel medial gut dokumentiert. Wenn aber auf Häuser und Autos von Politikern der AfD oder auf deren Geschäftsstellen Anschläge verübt werden bzw. Vandalismus ausgeübt wird, gibt es keinen vergleichbaren medialen Aufschrei. Vielleicht, weil es aus Sicht mancher die "Richtigen" trifft? Gibt es gute und schlechte Gewalt? Heiligt der Zweck die Mittel? Glaubt da wieder jemand im Besitz der allein seelig machenden Wahrheit zu sein?
Hallo Jürgen, der Begriff "Tendenzpresse" wäre vielleicht besser.

Öko-FJS

Natürlich haben wir eine Lügenpresse, die Zukunftskonzepte verheimlicht und durch Unterlassungen notwendiger guter journalistischer Arbeit viel schaden anrichtet.

das Todschweigen von der ÖDP vor Wahlen oder das Verschweigen des Kryo Recyclings, das Schweigen zur Benachteiligung der Familien, obwohl gerade Familien Zeitungsleser hervorbringen, das zeigt, wir haben eine Art Lügenpresse.

Und Lügenpresse ist kein Unwort, so haben Widerstandskämpfer die Nazimedien genannt.

http://viertuerme.blogspot.de/2015/04/lu...nwehr.html

Öko-FJS

Bereits 2010 wurde diese schöne Homage an ein lügendes Magazin veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=xhMJ3wvYip4 Auch wenn ich eine Aussage nicht teile, ein schönes Lied.

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