inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: Abschied von der ÖDP
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2 3
Hallo zusammen,

mit folgendem Schreiben habe ich die ÖDP verlassen:


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ökodemokraten,

 hiermit erkläre ich mit Wirkung zum 31.10.2015 meinenAustritt aus der Ökologisch-Demokratischen Partei.

Meinen Schritt will ich ganz kurz begründen:

Ich sehe auch mittelfristig keine Chance, dass die ÖDP inZukunft weiter vorankommt.

Zuletzt zeigte die Europawahl 2014, dass trotz diesmaloptimaler Voraussetzungen (Wegfall der Prozentklausel) die ÖDP mir Mühe und Not ein Mandat errungen hat. Bezüglich der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl NRW zeichnet sich nicht im Entferntesten ein achtbares Wahlergebnis für die ÖDP ab.

Zudem sehe ich immer größere Differenzen zur Programmatikder Partei. So vertritt z.B. die ÖDP in der Flüchtlingsthematik Positionen, die sich kaum von den Grünen unterscheiden. Auch die ÖDP segelt in einem Mainstream und  political  correctness  Kurs, den es schon zur Genüge bei anderen Parteien gibt.

In der ÖDP, speziell im Landesverband NRW, hat sichzunehmend ein links-libertärer Kurs durchgesetzt, der für mich als wertkonservatives Mitglied nicht akzeptabel ist.

 

Gast

Glückwunsch zu Ihrem Entschluss, ArnoNRW!

Sie haderten schon längere Zeit mit der ÖDP. Sie werden sicherlich auch in Zukunft ökologische Notwendigkeiten in der Öffentlichkeit deutlich machen. Viel Glück bei der Gründung einer "Umweltpartei" bzw. Ihrer Suche nach einer politischen Alternative. Die Zeiten sind ernst, aber es werden immer mehr, die sich neu ausrichten.
Hallo Gast.
Leicht ist mir der Entschluss nicht gefallen. Ich hatte ja auch mit einigen netten Leuten zu tun. Aber irgendwann sagt man sich:
Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Die Diskussion um das Thema "Zuwanderung" war nicht der entscheidende Punkt- höchstens der berühmte Tropfen.....
Man wird nie eine Partei finden, die den eigenen Anschauungen ganz entspricht.
Ich sehe einfach keine Chance mehr für die ÖDP.
Wenn eine Parteineugründung nicht in den ersten 5 Jahren Erfolge erzielt, dann kann man es vergessen. Diese Chance haben z.B. die Piraten wenigstens mal gehabt. Siehe: Glockenkurvenprinzip. Eine Partei muss in gewissem Umfang ein Selbstläufer sein, sie muss einer gesellschaftlichen Erfordernis gerecht werden und ein neues Themenfeld besetzen - so wie damals die Grünen, jetzt vermutlich die AfD.
Lediglich die Aussicht ein Mandat im Europaparlament zu erringen, kann einfach nicht genügen. Auf Bundesebene oder selbst in Bayern
wird die ÖDP leider erfolglos bleiben. Deshalb ist der Frust bei vielen Ökodemokraten vorprogrammiert.

Ob ich nochmal parteipolitisch aktiv werde ist eher fraglich. Ich möchte kein Vorturner mehr sein- da sollen jetzt jüngere Leute ran. Wenn jemand meine Idee einer Umweltpartei aufgreift, wäre es mir recht.

[Link aus Glockenkurvenprinzip gemacht - rjmaris]
Hallo Arno, es tut mir für dich leid, dass es doch zu diesem Entschluss gekommen ist. Bei dir sind die Gründe anders gelagert als bei mir, aber übereinstimmend ist in jedem Fall: "Der Tropfen".

Denn ich sehe es genauso wie du: keine Partei wird zu 100% mit den eigenen Überzeugungen übereinstimmen. Also muss man mit Abstrichen vorlieb nehmen, und ggf. für bestimmte Punkte kämpfen. Daraus ergibt sich eigentlich naturgemäß, dass erst eine Kette von Punkten zu einem solchen Entschluss führen. Das war beim ehemaligen Bundesschatzmeister und Webseitenbetreuer Christian Tischler letztlich nicht anders.

Irgendwie einen Erfolg sehe ich für die ÖDP auch nicht.  Es ist wie du schon sagtest: Bloß das kleinst denkbare Stimmenergebnis hat zum Einzug ins Europaparlament geführt. Das ist zu mager. Da hätte man viel mehr "Sympathisantenstimmer" haben müssen.
Hallo Arno,

es gibt ja noch andere Möglichkeiten sich zu engagieren als Parteipolitik.

[weitere Inhalt gelöscht, weil Inhalt und Ton unangemessen war - rjmaris]
Oh, gelöscht?

Dabei hatte ich mich extra bemüht, möglichst weitab von politischer Correctness und Gutmenschentum zu formulieren.
Zu viel Entgegenkommen meinerseits?
Eric, der Beitrag stand ziemlich eindeutig im Widerspruch zum ersten Punkt aus den Forenregeln. Dein nun nachgetragener Hinweis wäre einen Grund, deinen Beitrag meinetwegen als "Vorsicht Satire" zu kennzeichnen. Aber auch dann finde ich den Beitrag unangemessen, weil der Thread vom Austritt eines langjährigen Mitgliedes handelt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Ausstieg aus der Partei einem nicht leicht fällt und weh tut.
Das überlasse ich wohl dann Dir als Moderator.
Ich hatte mich nach einigem Überlegen dagegen entschieden, den Nachsatz gleich mitzuliefern, da ich davon ausgehe/-ging, dass es auch so verständlich ist.
Wenn Du das anders siehst - grünes Licht von mir für einen Re-edit.

Nachtrag: Ich bin übrigens auch schon mal aus der ÖDP ausgetreten (2004) - und ein zweites mal faktisch rausgeschmissen worden (2011).

Man gewöhnt sich dran...
Noch ein Satz zu dem Thema: Schon seit Monaten habe ich über einen Austritt nachgedacht -auch ohne aktuellen Anlass. Die Arbeit in einer Kleinpartei ist auf Dauer sehr anstrengend.
Siehe auch:

Lüst verlässt ÖDP: „Das ist nicht mehr meine Partei“

Gauting - Rückschlag für die ÖDP im Landkreis Starnberg: Kreisvorsitzende Christiane Lüst, das bekannteste Gesicht der Partei, hat ihren Austritt erklärt. Die Gründe erklärt sie im Interview.



http://www.merkur.de/lokales/starnberg/l...75967.html


und
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/star...-1.2703876
Seiten: 1 2 3
Referenz-URLs