inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: Gutmensch
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(01.10.2015 16:45)Gast schrieb: [ -> ]"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen". Nicht verwunderlich, dass auch die Mikro-Partei ödp in der "Gutmenschen-Falle" tappt. Einseitige Stellungnahme, völlige Ausblendung der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorbehalte. Auch nicht verwunderlich, dass ArnoNRW die Gründung einer neuen Umweltpartei erwägt.

(Hoffentlich findet Gast hier her)
Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Aussage halten soll.

1. Gutmensch: Was soll das sein? Ich habe dieses Wort zwar schon sehr oft gelesen, aber kann mir noch nichts sinnvoll darunter vorstellen. Ein Mensch, der gutwillig ist und es gut meint, ist ja nicht mal verwerflich. Soll sich darin eine Steigerung (z.B. zu naiv) verstecken? Dieses Wort wird ja auch abfällig verwendet.

2. Eine Diskussion mit so einer Aussage
Zitat:Nicht verwunderlich, dass auch die Mikro-Partei ödp in der "Gutmenschen-Falle" tappt.
zu kommentieren macht auf mich den Eindruck, als gehen die Argumente aus, man will aber trotzdem die Diskussion „für sich“ beenden. So wie wenn man jemanden als linken Spinner oder Nazi bezeichnet. Ist das ein Mangel an Diskussionskultur? Was bleibt uns in unserer Gesellschaft denn anderes übrig, als zu diskutieren? Selbst mit Extremisten muss man reden, so lange man nicht akut bedroht ist, dass sie einen Umbringen. Denn nur so können wir sie wieder in die Gesellschaft bringen und als Gesellschaft vielleicht auch aus ihnen lernen. Wir wollen ja nicht, dass unsere Gesellschaft zersplittert.
Christian, diesem Beitrag konnte ich auch wenig abgewinnen. Ich füge noch an, dass diese Meinungsäußerung nichts mit den Gedanken, einer Umweltpartei zu gründen, zu tun haben kann, weil es dort nur um einen Umbenennungsvorschlag ging.

Aber dann der Gutmensch! Das ist etwas schwer zu erklären, muss ich gestehen. Ich habe dann Wikipedia/Gutmensch bemüht und hier gebe ich wieder, was ich als Kernpunkte betrachte:
- selbstgerecht. "Gutmenschen" halten sich m.E. oft für besser, und finden Wertkonservative oft rückständig.
Ein sehr passender Spruch (von Harald Martenstein) ist:
Zitat:Gutsein ist, wie alles, eine Frage der Dosis, wenn man es übertreibt, wird es totalitär.

- politischer Korrektheit. Mir fällt ein, das politisch korrekt handelnde oft sog. Gutmenschen sind. Jedenfalls scheint mir die Korrelation signifikant zu sein. Bei mir stimmt es in jedem Fall. Ich bin nicht politisch korrekt, und würde mich auch nicht als Gutmensch bezeichnen. Igitt!
Entschuldigung, Ihr seid da aber einem Troll aufgesessen.

Die "Gutmensch"-Diskussion ist schon ziemlich sinnlos, weil das eher ein Kampfbegriff ist (der sehr gerne auch Rechtsaußen verwendet wird). Wenn man jemandem Selbstgefälligkeit oder Doppelmoral vorhalten will, kann man das durchaus direkt tun und braucht dafür den "Gutmenschen" nicht.

Ganz klar verdreht ist aber (wieder mal) der Spruch "Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen", der historisch wirklich überhaupt nichts damit zu tun hat, was für eine Flüchtlings-/Asylpolitik Deutschland macht.
Oder was für eine Energie- oder Klimapolitik, das kommt nämlich auch regelmäßig als "Argument" gegen den Versuch, Deutschland atom- und kohlestromfrei aufzustellen - oder überhaupt in irgendeiner Hinsicht eine Vorreiterrolle einzunehmen, insbesondere wenn es dabei auch um ethische Begründungen geht.
Zum Thema Umbenennung in Umweltpartei:
Dies ist für mich erst mal ein "werbetechnischerer Grund"- das stimmt.
Aber: Gerne würde ich so eine Umbenennung auch damit verbinden, sich wieder klarer inhaltlich (z.B. auch in der Flüchtlingsfrage) von den Bündnisgrünen abzugrenzen.
Wenn ich mir das so recht überlege, liefe es im Grunde auf eine Neugründung hinaus- denn, mit dem alten Personal ginge es eigentlich nicht.
Habe mal im Internet gesucht und folgendes gefunden:

"Der Gutmensch fühlt sich aufgrund eingebildeter höherer moralischer Einsichten und Lebensweise über andere Menschen erhaben. Gutmenschen halten sich für die einzig anständigen Menschen und sind sehr leicht dabei, andere Menschen, die nicht ganz ihrem moralischen und politischen Ideal entsprechen, als unmenschlich zu diffamieren. Gutmenschen sind Moralisierer, peinlich genau in jeder Äußerung und Träger der Political correctness. Ihr Maß an moralischer Gutheit und politischer Korrektheit erwarten sie auch von anderen. Charakteristisch für Gutmenschen ist die Betroffenheitsmiene und die Nazikeule. Gutmenschen sind ängstlich bedacht, auf "der richtigen Seite" zu stehen. Sie wollen das "gute Gewissen" der Nation sein. Besonders in Deutschland fühlen sie sich berufen, an die "Kollektivschuld der Deutschen" aus der Hitler-Zeit zu erinnern. Mit ihrer vorwurfsvoll moralischen Argumentation übergehen sie sachliche Einwände und legen ihr Haupt­augenmerk auf eine naive Einteilung der Welt in Gut und Böse. In dieser dualistischen Weltsicht sehen sie überall Opfer, denen geholfen werden muss, und Bösewichte, die bekämpft werden müssen".

Siehe: http://www.de.wikimannia.org/Gutmensch

Meine Frage: Neigt da nicht auch die ÖDP zu?
Eine persönliche Erfahrung: Viele Gutmenschen sind dann, wenn es sich um das konkrete Gegenüber handelt, keine guten Menschen mehr. Sprich: Die sog. Sekundärtugenden bleiben auf der Strecke.
Hier gilt auch der alte Bibelspruch: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Der Samariter in der Bibel war kein Gutmensch - er hat konkret geholfen. Als Gutmensch hätte er einen Vortrag über das Übel in der Welt gehalten - auch gegenüber dem Verletzten - und wäre dann tatenlos weitergegangen und hätte bei nächster Gelegenheit das Beispiel des Verletzten als Vorbild für alles Böse in der Welt herangezogen.
Oder mal ein anderes Beispiel: Der Gutmensch fährt mit dem BMW oder Mercedes zur Klimademo oder zum Landesparteitag und hält dort kluge Reden.



Siehe auch:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...ritik.html

Öko-FJS

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Öko-FJS

Da Copyleft, hier der ganze Beitrag:

Samstag, 25. Juni 2011
Wie definiert man Gutmensch- Beispiele möglicher Gutmenschen

Diesen Kommentar habe ich an den Waterbölles in Remscheid geschrieben.

Quelle: http://www.waterboelles.de/archives/9968...este!.html

Das Problem ist doch, dass der Gutmensch hier gar nicht definiert wird.

Das Faktum mit den nicht an der Garderobe abgegebenen Idealen kann kein Kriterium sein, da Ideale auch sehr negativ sein können.

Wer Macht und Durchsetzung seiner Interessen ohne Gemeinwohlbezug anstrebt, der hat auch Ideale. Und mit solchen Leuten hat man immer wieder zu tun, wenn man Politik macht.

Das Wort Gutmensch scheint sich eher auf Szenen zu beziehen, wie sie im Theaterstück Biedermann und die Brandstifter vorkommen, wo die Mieter für die Wohnung nahe am Gasometer ungewöhnlich viel Benzin mitbringen. Trotz einer Brandserie an solchen Einrichtungen beschwichtigt der Vermieter die Situation und es kommt gerade deshalb zur Katastrophe.

Auch der britische Außenminister Chamberlain dürfte mit seinem Münchener Abkommen in diese Kategorie der Gutmenschen gehören, indem er glaubte, einen blutrünstigen Diktator mit einer völkerrechtlich durchaus legitimen Grenzänderung befriedigen zu können. Aber Hitler ging es nicht um die zulässige Selbstbestimmung einer Volksgruppe, sondern um Machtgewinn und die Schwächung eines anderen Staates, den er vernichten wollte. Besser wäre es gewesen, auf die Tschechoslowakei Druck auszuüben, dass die alle Nationen (Deutsche, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Ukrainer und Minderheiten) so behandelt, wie die Schweiz ihre Sprachgruppen.

Und solche sogenannte Gutmenschen erlebe ich auch heute. Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, der real nur eine Minderheit von Muslimen vertritt, vertrat auf dem Kirchentag wohlklingende Positionen, brachte aber, während ich der Veranstaltung folgte, in keiner Weise Hinweise, wie er diese mit islamischen Quellen belegen konnte. Wenn mal ein Koranauszug oder ein Hadith zitiert wurde, der positiv klang, so sind mir viele dieser oft zitierten Verse in ihrem Textzusammenhang bekannt und ich kann da nicht sehen, dass die das Aussagen, was Mazyek behauptet und sich sehr oft sogar die gegenteilige Aussage nachweisen lässt, wenn man den Zusammenhang mal prüft. Ich vermisse hier das kritische Nachfragen, dass im besten Fall dazu führt, dass bisherige Sorgen sich als unbegründet darstellen. Diese Fragen nicht zu stellen, dass passt zu dem, was man oft als Gutmenschen ansieht.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, dass ich jedem Muslim unterstelle, negative Ziele zu verfolgen. Ich hoffe die leben wie viele Christen ihre gewohnte Alltagsfrömmigkeit und das oft sehr vorbildlich. Aber von den Führern, die vorgeben, den Islam zu vertreten erwarte ich bessere Aussagen. Ich glaube, bei keinem christlichen Theologen, der ernst genommen werden will, würde man das durchgehen lassen, was ich bei verschiedenen sogenannten Dialogveranstaltungen bei Muslimfunktionären erlebt habe.

Das heute noch Moscheen Fatihmoschee genannt werden, was auf deutsch Erobermoschee bedeutet, kann ich nicht begreifen (ich habe letztens ein Flugblatt gefunden von Milli Görus das auf türkisch für Spenden für die neue Fatih- Moschee in Oer Erkenschwick/ Ruhrgebiet warb und beim Dresdener Kirchentag stand eine Fatihmoschee, die dort erst nach 1990 gegründet worden sein kann als Veranstaltungsort im Programm, die Bergische Morgenpost zeigte in einem Artikel ein Bild der Fatihmoschee aus Essen und Johannes Rau traf in einer anderen Fatihmoschee Muslime). Das ist doch so, als ob wir Einrichtungen europäischer Organisationen im Orient nach Kreuzrittern benennen würden. Und das Symbol von Milli Görus ist ein Halbmond, der ein grünes Europa umklammert, wie ein Haifisch seine Beute. Zufall oder Ideologie und Wunschtraum?

Eigentlich sind 5% Muslime keine Gefahr, die Gefahr ist eher die familienfeindliche Politik in unserem Land, die den Kindermangel verstärkt und den Anteil der Muslime langsam steigen lässt. Aber damit der Islam keine Gefahr werden kann, darf man das kritische Nachfragen nicht unterlassen, damit man wirklich nur Reformmuslime unterstützt, die einem erneuerten Euroislam anhängen, wie ihn Bassam Tibi vertritt. Auch letzterer hält viele Europäer für das, was manche Gutmenschen nennen, weil diese die Takiya vieler verdeckter Islamisten nicht wahrhaben wollten.

Laut Koran kommen wir alle als Ungläubige in die Hölle, stehen bei Allah tiefer als das Vieh und die Christen, die eine Chance auf Rettung haben, die der Koran erwähnt, die dürfen nur mit einer anderen Frömmigkeit als der Islam das glauben was Mohammed von Allah im Koran empfangen hat. Alle anderen sind Ungläubige, die man laut Koran nicht zu Freunden nehmen soll. Angesichts dieser Aussagen ist es mir unbegreiflich, dass die Kirchen keine Bekenntnisschriften entwerfen um gezielt Muslimen das Christentum zu erklären. Ich kenne muslimische Schriften, die stark die christliche Mission angreifen, aber selber nichts anderes als Missionsschriften an Christen sind, da Muslime die Pflicht hätten, jeden die Chance zu eröffnen zur Rettung seiner Seele den Islam anzunehmen. Wer selber missioniert, darf aber Mission anderer nicht ablehnen und verurteilen! Warum ignorieren die Kirchen diese einseitigen Angriffe des Islam auf den Auftrag Jesu Christi, allen Menschen die Chance zu geben, den christlichen Glauben anzunehmen?

Ich habe gelernt, dass man, wenn man ein guter Mensch sein will - trotz immer vorhandener Fehler - man nicht alles einfach glauben soll und das kritische Hinterfragen in allen Bereichen sehr dienlich ist. Fraglich ist, ob es den reinen Gutmenschen überhaupt gibt, eher wird es viele Leute geben, die manchmal ein Gutmensch sind. Und deshalb gebrauche ich persönlich dieses Wort nicht und bevorzuge mich individuell mit den Ansichten von jedem Einzelnen auseinanderzusetzen.

Ich betone, dass ich warne, wegen Fragen an den Islam sich Pro NRW zuzuwenden, wo mir die rechtsextremistische Vorgeschichte vieler Köpfe suspekt ist. In einem Flugblatt schrieben die, dass die sich ausschließlich für Einheimische einsetzen. Wenn man es genau nimmt, gehören dazu aber auch die Islamisten Sven Lau und Pierre Vogel oder Mitglieder der Sauerlandgruppe. Islamkritik darf daher nie Ausländerkritik sein. Alle Menschen haben Grundrechte, für die sich jeder Demokrat einsetzen muss. Wer meint, durch eine Partei, die sich nur um Einheimische kümmern will (also Deutschland den Deutschen) Probleme lösen zu können, den könnte man auch als Gutmenschen bezeichnen, weil er was will, was er für gut hält, aber das Gegenteil bewirken wird.

Auch viele CDU- Wähler sind sowas wie Gutmenschen, weil deren Politik m.E. oft dem entgegen steht, was christliche Hilfswerke aufbauen und was die persönlich an Idealen haben. Diese Werke können oft nur einen Bruchteil der Schäden beheben, den unsere Politiker weltweit anrichten. Aber trotzdem wählen die wegen dem C weiter CDU. Und trotzdem sind unsere Bischöfe und viele Laien hier zu oft viel zu ruhig.

Da ist zugegeben jetzt ein langer Beitrag, aber diese Materie ist auch komplex und ich könnte diese mit Quellen und Zitaten noch deutlich ausweiten. Auch für Norbert Bolz und Martin Lindner kann man Aspekte des sogenannten Gutmenschentums aufzeigen. Richtig ist daher, dass wir immer Fragende und Suchende bleiben, damit wir im Schnitt gute Menschen sind und nicht sogenannte Gutmenschen, die oft das Gegenteil von dem erreichen, was sie angeblich anstreben.

Meine persönliche Seite zum Islam: http://sites.google.com/site/ichsollliebenallemuslime
Hier ein Beispiel aus dem Postillon, wie es einem Gutmenschen so ergehen kann:
Flüchtling renkt seinen Unterkiefer aus und verspeist blondes deutsches Kind bei lebendigem Leib
Hinterher ist man halt immer schlauer...

Gast

Die Selbstaufgabe ist nicht so "lustig":

https://jungefreiheit.de/debatte/streifl...staufgabe/
Ach, junge Freiheit. Dieses rechte Sprachrohr kann man nicht ernst nehmen. Ich gebe zu, der Postillon auch nicht. Allerdings gibt es einen feinen Unterschied zwischen den beiden Medien...
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