inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: Neugründung Umweltpartei ?
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Seit 33 Jahren quält sich die ÖDP auch unter diesem Namen ohne recht voran zu kommen. Dabei hat der ideologische Abstand zu den Grünen immer mehr abgenommen. Gesellschaftspolitisch ist die ÖDP in weiten Teilen keine Wertkonservative Partei mehr im Sinne ihres Gründers Herbert Gruhl.
Sollte man da nicht daran denken, unter dem Namen "Umweltpartei" ein Neugründung zu versuchen?
Momentan würde ich davon absehen. Der Abstand zu den Grünen mag kleiner geworden sein, aber er ist durchaus noch vorhanden. Man darf gespannt sein, wo die Reise hingeht. Sollte der Abstand irgendwann tatsächlich kaum mehr merklich sein, wäre eine Neugründung zu überlegen. Dann würde man sicherlich zumindest in Bayern und Baden-Württemberg Mitstreiter finden. Auch dürften diverse Ex-ÖDPler wieder ins Boot kommen. Aber wie eingangs gesagt: Derzeit sehe ich die Notwendigkeit nicht. Dass nicht alles nach den eigenen Wünschen läuft, ist normal. Eine gewisse Bandbreite gibt es in jeder Partei und das ist bis zu einem gewissen Punkt auch gut. Ich bin sehr auf das neue Bundestagswahlprogramm gespannt. Und natürlich auch darauf, wie es kommuniziert wird. Auch bisher gibt und gab das Programm durchaus Möglichkeiten, sich von den Grünen abzusetzen und alternative - auch wertkonservative - Positionen nach außen zu kommunizieren. Freilich wurden diese Möglichkeiten kaum genutzt.

Wenn man an Frankenbergers Abrechnungsinterview denkt, könnte sich das ändern. Er sahr die ÖDP ja schon in Richtung AfD gehen. Dabei dürfte es sich aber eher um ein Nachtreten gehandelt haben ähnlich wie auch Lucke seiner alten Partei noch mal einen mitgeben wollte. Es bleibt spannend.

Generell empfehle ich, sich neben der Politik ein gesundes Privatleben zu erhalten. Wenn die Politik Lebensinhalt Nummer Eins wird, sind Enttäuschungen und Missmut vorprogrammiert. So kann man sich zur Not immer noch mit einer Tüte Chips und einer Flasche Bier (natürlich Bio) alles mit dem nötigen Abstand angucken.

Nebenbei: Den Namen "Umweltpartei" finde ich gut.
Danke Jürgen. Die Sache mit dem Parteinamen ist leider nicht nur ein inhaltliches Problem. Wir haben es in NRW  niemals geschafft, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen- trotz allen redlichen Bemühens vor Ort. Und dies hängt ursächlich mit dem Namen zusammen. Ich befürchte, dass es nie eine Mehrheit des bayerndominierten Bundesparteitages für eine Namensänderung geben wird.
Bei mir besteht nicht die Gefahr nur noch für die ÖDP aktiv zu sein. Ich habe mich - auch um meine Gesundheit nicht noch zusätzlich zu schädigen - aus allen Ämtern zurückgezogen. Im Kreisverband Aachen dreht sich eh seit Monaten nur noch alles um das Thema Grundeinkommen. Es besteht die Illusion, dass man mit dem Thema alles zum Guten wenden kann. Die Enttäuschung ist schon vorprogrammiert.
Ich finde, Umweltpartei reduziert unsere Inhalte zu sehr auf den Umweltschutz. Unsere anderen Themen haben keinen Zusammenhang damit (z.B. Demokratie) oder gehen weit über Umweltschutz hinaus (z.B. Kritik am Wirtschaftswachstum, also Kapitalismuskritik)
Das stimmt, aber man wird nie alles in einen Namen packen können. ÖDP beinhaltet auch nicht die Wachstumskritik und das D sollte ja selbstverständlich sein, auch wenn es bei der Definition des D sicher unterschiedliche Lesarten gibt.

Öko-FJS

Die ÖDP muss einen anderen namen für den Bundesverband finden, der es zulässt, dass Landesverbände unter dem alten Namen weiter machen. Denn die Bayern werden wegen ihrer kommunalen Mandate keiner Änderung des Namens zustimmen.

Daher mein alter Vorschlag:

FAMILIE & UMWELT - Ökologisch Demokratische Partei

Kurzform des Bundesverbandes: FAMILIE & UMWELT

Satzungsergänzung: Landesverbände von FAMILIE & UMWELT dürfen als Kurzform auch ÖDP heißen.

Umweltpartei hat nur ein Thema. UMWELT & FAMILIE deckt zwei Oberthemen ab und würde zum beitritt der Familienpartei zur ÖDP führen und in vielen Ländern zur Wahlkampfkostenerstattung.
Lieber FJS,

wenn man schon einen neuen Namen nimmt, dann bitte nur einen.
Das ist ja gerade das Gute an "Umweltpartei", dass es nur ein Begriff ist und nicht durch Familie wieder eine Begriff hinzukommt. Zudem versteht Otto Normalverbraucher- auf den kommt es ja an- unter Familienpolitik Papa, Mama und Kleinkind. Leute über 40 ist Familienpolitik gleichgültig  "unsere Kinder sind ja schon erwachsen". 

Wenn die Logik stimmen sollte, dass man durch einen Zusatz neue Wählerschichten erschließt, dann sollte man gleich Arbeitnehmerpartei, Sozialpartei usw. anfügen- dass kann es doch nicht sein!
Zudem: Mit dem hereinnehmen einer anderen Partei holt man sich wieder Konflikte ins Haus- haben wir ja bei dem Versuch mit der Familienpartei schon erlebt.
Allerdings muss neben der bloßen Namensänderung auch hinzukommen, dass die ÖDP z.B. beim Thema Asyl mal endlich die Meinung der breiten Masse berücksichtigt, sonst bleibt die ÖDP eine schlechte Kopie der Grünen.
Ich finde den Namen "Umweltpartei" griffiger. Er klingt - zumindest in meinen Ohren - besser. Dass es in der ÖDP nichts mit einer Namensänderung wird, dürfte feststehen. Darum geht es in bei diesem Themenstrang auch nicht. Wie gesagt, ich denke, dass eine Parteineugründung derzeit nicht angesagt ist. Vielmehr sollte man sich in der ÖDP bei den Themen, die einem wichtig sind, einbringen und Gleichgesinnte suchen. Falls die ÖDP aber tatsächlich weiter nach links driften und sich somit faktisch überflüssig machen sollte, könnte man über eine Neugründung nachdenken. Ich glaube auch, dass sie Erfolg haben könnte, wenn es genug Unterstützung aus der ÖDP gäbe.

Ach ja, Felix, warum benutzt du denn nicht deinen alten Log-in-Namen?

Gast

Falls richtig verstanden, wollen ArnoNRW und Jürgen Koll ggf. eine grüne AfD? Warum dann nicht direkt in der AfD Gleichgesinnte für Umweltschutz suchen?
Die ÖDP geht aus meiner Sicht mit ihrem Programm weit über Umweltschutz hinaus. Mit ihrer wachstumskritischen Einstellung hängt sie auch die Grünen ab. "Weniger ist mehr" mit der AfD? Das bezweifele ich. Auch ist die AfD nach meiner Wahrnehmung recht national eingestellt. Nichts gegen Formulierung und Verfolgung nationaler Interessen, aber man muss schon die übrige Welt im Blick haben. Wenn der eigene (weit überzogene) Wohlstand zum Teil darauf beruht, dass Menschen in anderen Teilen der Welt ausgebeutet werden, muss man auch eigene Interessen zum Wohle dieser Menschen zurückstellen. "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." Ich sehe nicht, dass die AfD auf absehbare Zeit mit diesem Gandhi-Zitat werben wird. Von daher trifft grüne AfD nicht meine Wunschvorstellung. Eine ÖDP, die ihrem Motto treu ist, Probleme an der Wurzel anzugehen, nicht links, nicht rechts im Sinne von nicht erschütterbarer Ideologie zu sein, eine ÖDP, die nicht um jeden Preis Darling der Medien sein möchte, in der daher auch kontroverse offene Debatten möglich sind, ist mir lieber.
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