inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: Gewaltfreie Kommunikation oder ein neues Machtmittel für Zensur in der ÖDP?
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Der ÖDP- Bundesparteitag im November 2014 in Erlangen wirft seinen Schatten voraus. Im Netz sind die Anträge veröffentlicht: 
http://wiki.oedp.de/wiki/Bundesparteitag...2/Antraege 

Interessant sind drei Anträge, je einer vom Landesverband Hessen und Baden Württemberg und einer vom Bundesvorstand. 
Hessen:
http://wiki.oedp.de/wiki/Bundesparteitag...e/48-Div-3
Baden Württemberg:
http://wiki.oedp.de/wiki/Bundesparteitag...e/48-Div-1
Bundesvorstand: 
http://wiki.oedp.de/wiki/Bundesparteitag...ge/48-GP-1 

Der Antrag des Bundesvorstandes hat es in sich, da dieser eine Änderung des Grundsatzprogrammes fordert, welches laut ÖDP- Satzung die Mitglieder der Partei vertreten sollen. Folgender Satz soll da eingefügt werden: 

" Was die Kommunikation nach innen und außen angeht, orientieren wir uns deshalb an den Grundsätzen der „Gewaltfreien Kommunikation." 

Und dass hätte dann folgende Folge, wie man in der Begründung lesen kann: 

"Jeder Einzelne wäre dann für sich verpflichtet, sich in dieser Art der Kommunikation Kompetenz zu erwerben. Schulungen von Gruppierungen oder Gremien wären denkbar, ein entsprechender Stil wäre bei unseren Treffen anzumahnen."

Damit die ÖDP sich daran orientieren kann, müsste diese erst mal allen vermittelt werden. Ich habe auch nur davon gehört und mich noch nicht intensiv damit befasst. Aber ich sehe darin eine massive Manipulationsmöglichkeit, weil man dann jede kritische Aussage als eine verbal gewalttätige Äußerung diffamieren kann und damit Sanktionen und Parteiausschlüsse rechtfertigen oder untermauern kann. Ich hoffe, die 2/3- Mehrheit für diesen Satz, einschließlich der Begründung, kommt nicht zustande.

Was ist den der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen:

Beispiel a): "Der Mitarbeiter ist nicht in der Lage die Aufgaben zu erfüllen."

Beispiel b): "Der Mitarbeiter war ständig bemüht, die Aufgaben zu erfüllen."

Eine Änderung der Sprache schafft auch eine Veränderung des Lesens und Hörens. Mag sein, dass dies nicht allen bewusst ist. Wenn aber so eine Aussage in einem Arbeitszeugnis steht, hat diese in beiden Fällen die gleiche Wirkung, zumindest bei den Leuten, die das in der Personalabteilung lesen. Ob da eine Aussage gewaltfreier ist, als die andere, ist da sehr fraglich. 

Erstaunt bin ich auch, dass der Bundesvorstand so einen Antrag stellt: 
Zumindest habe ich den Eindruck, dass dieser kein Interesse an so einer "gewaltfreien Kommunikation" hat. Im Prinzip ist dieser Satz auch nicht nötig, da die ÖDP- Satzung bereits die sachliche und faire Auseinandersetzung zur Pflicht macht. Diese Pflicht scheint aber nur für einfache ÖDP- Mitglieder zu gelten und nicht für den Bundesvorstand der ÖDP. 

In dem Urteil zu meinen Parteiausschluss aus der ÖDP sind keine sachlichen Aussagen des ÖDP- Bundesvorstandes gegen meine Sichtweisen dokumentiert oder belegt. Statt sachlich und fair zu diskutieren, hat Sebastian Frankenberger nach dem System der Arroganz der Macht beim Bundesparteitag in Erding 2012 alle Kritik ausgesessen und das Schiedsgericht setzt das fort. 

Und statt eine Antwort auf meine Kritik zu formulieren wurde gleich zum Machtmittel der Rüge gegriffen und meine Texte wurden in diffamierender aber nicht zitatmäßig belegter Weise pauschalen Kritikpunkten zugeordnet. Ist das keine Gewalt?

Der Text der Rüge einschließlich der von mir dort verlinkten Texte von mir sind hier zu finden: http://viertuerme.blogspot.de/2014/07/de...s-odp.html 

Wie wollen Sebastian Frankenberger und der Bundesvorstand der ÖDP (Stand September 2014) eine "gewaltfreie Kommunikation" in die ÖDP bringen, wenn diese dazu bisher nicht in der Lage sind? 

Die ÖDP wurde vom Bundesvorstand an eine Aktion gebunden, die das Grundgesetz in Frage stellt, zugunsten einer "neu gefassten Verfassung", die einzig dem Ziel dient, ESM und Fiskalpakt "demokratische Legitimation" zu verschaffen. Wie so ein Ziel mit Satzung und Grundsatzprogramm vereinbar ist, will seit Sommer 2012 niemand vom Bundesvorstand aufzeigen und Sebastian Frankenberger behauptet ohne das inhaltlich mit Argumenten zu untermauern stur das Gegenteil und setzt Pseudoantworten in die Welt, die bei weniger gut informierten Zeitgenossen wirken können, aber kein inhaltliches Fundament haben.  

Siehe z.B. in diesem Video meine Frage und Frankenbergers Antwort bei Abgeordnetenwatch:  https://www.youtube.com/watch?v=DBnewaBCIRc 



Interessant ist, was der ÖDP- Landesverband Hessen schreibt. Von den 9 Mitgliedern des Bundesvorstandes wollen 5 nicht wieder antreten. Ob da schon Sebastian Frankenberger mitgezählt ist oder ob dessen Absichten noch unklar sind, weiß ich nicht. Akut gehören außer ihm  folgende Personen zum Bundesvorstand: Susann Mai, Karl Heinz Jobst, Tanja Pfisterer, Willi Reinbold, Werner Roleff, Christian Tischler, Dr. Hermann Schweiger, Hans Dieter Schlierf. 

Und dann steht da im Antrag der Hessen:

"Es kann letztlich auch dafür verantwortlich sein, dass Engagierte, kluge Köpfe sich in der ÖDP unerwartet zurück ziehen oder austreten und andere mit geschicktem Verhalten lange Positionen innehaben, die sie vielleicht nicht mehr hätten, wenn bestimmte Dinge offen benannt werden würden."

Das muss ja einen Hintergrund haben, dass sich an der Basis spürbar engagierte Köpfe zurück ziehen. Und es wäre sehr interessant zu erfahren, welche Personen da die Hessen im Auge haben, dass diese nur durch geschicktes Verhalten ihre Posten inne haben. Ich wusste da einen, den neurolingualen Programmier Sebastian Frankenberger. Zumindest wirkt sein ganzes Agieren auf mich wie eine negativ eingesetzte manipulative neurolinguale Programmierung. Und wenn die Mitglieder verstünden, wie er Satzung und das von ihm selbst formulierte Grundsatzprogramm missachtet, würde ihn m,.E. keiner auf diesen Posten wählen. 

Wer das Urteil des Bundesschiedsgerichtes der ÖDP liest (Schiedsrichter waren Ulrich Krähe, Dr. Björn Benken und Paul Holmes), muss leider feststellen, dass es unverantwortlich ist, Vorstände zu entlasten. Wenn die gute Arbeit machen, brauchen die auch keine Entlastung. Aber wenn diese sich einen kalten Kehrricht um die Beschlusslagen der Partei kümmern und machen, was diese wollen und dafür die Partei desinformieren, dann macht eine Entlastung die Ahndung dieser Vergehen nach diesem Urteil unmöglich. Die Entlastung rechtfertigt demnach jeden Verstoß gegen die Satzung und das Grundsatzprogramm. http://viertuerme.blogspot.de/2014/07/be...t-der.html

Aber Frankenberger könnte sich noch retten. Er müsste eingestehen, dass er gegen Satzung und Grundsatzprogramm agiert hat und die ÖDP von allem, was damit in Zusammenhang steht, trennen. Er müsste seine Ämter bei "Mehr Demokratie" nieder legen und von nun an nur noch für das ÖDP- Programm Politik machen. In der Bibel steht, ein Sünder der Umkehrt ist dem Herrn lieber als 100 dauerhaft Gerechte. Alle Fehler der Vergangenheit können geheilt werden durch das programmgemäße Verhalten in der Zukunft. 

Statt also in das Grundsatzprogramm einen Satz einzubauen, der künftig Säuberungsaktionen gegen Kritiker in der Partei erleichtert, sollte Frankenberger für eine Vorstandsarbeit sorgen, die zu weniger Kritik führt. 

Wer es mir nicht glaubt, sollte sich die Zeit nehmen, das von mir kommentierte Urteil zum Parteiausschluss zu lesen. Denn mit Falschaussagen kann man keine ehrliche Politik machen. Wenn Satzung und Grundsatzprogramm nur noch eine belanglose Schaufassade sind, weil jede Entlastungen des Bundesvorstandes alle dessen Verstöße gegen Satzung und Grundsatzprogramm abrogiert haben und defakto die Verstöße zur aktuellen Beschlusslage erhoben haben, dann ist mit der ÖDP keine ehrliche Politik mehr möglich. 

Bevor der Bundesvorstand die "gewaltfreie Kommunikation" zur Pflicht macht, sollte dieser die ehrliche Kommunikation zur Pflicht machen. Und es gibt sehr viele Wege der verdeckten unterschwelligen Gewalt. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass vor allem zur unterschwelligen Gewalt gegen Kritiker dieser Satz in das Grundsatzprogramm kommt. 

Besser als solche für den Missbrauch geeigneten Programmsätze wären Veranstaltungen zum Thema, die auch als Video auf Youtube stehen und so von allen Mitgliedern wahrgenommen werden können. Denn gegen die Förderung einer besseren Kommunikation ist ja nichts einzuwenden. 

Ich empfehle dringend allem, sich diese Hintergründe durchzulesen, denn nur so haben Sie das Hintergrundwissen, um sich einer Seite anzuschließen. http://viertuerme.blogspot.de/2014/07/be...t-der.html
Die Anträge hab ich noch nicht gelesen, sondern nur die von Felix zitierten Stellen (wobei ich die "geschickt" - oder penetrant oder wie man das auch immer bezeichnen will - eingeflochtene Kritik an S.F. rausgefiltert habe - aufgrund der zigten Wiederholung). Ich halte aber grundsätzlich nichts davon, eine bestimmte Art und Weise der Kommunikation per Vorschrift zu erzwingen. Das hat einen fast schon totalitären Charakter. Alles soll genormt werden. Menschen sollen in ihrer Individualität beschnitten werden. Bleibt dabei vielleicht die Ehrlichkeit auf der Strecke (vgl. das Beispiel Arbeitszeugnis)? Sind überhaupt alle in der Lage diesen Code zu erlernen/befolgen? Werden inhaltlich wichtige und gute Beiträge aufgrund eines "Formfehlers" dann disqualifiziert? Ich denke, dass mehr oder weniger gut sozialisierte Menschen einen guten und fairen Umgang miteinander haben können, da braucht es keine verpflichtenden Schulungen in einer bestimmten Art und Weise der Kommunikation. Und vielleicht scheppert es auch mal. Na und? Greift die "politische Korrektheit" auf imme mehr Lebensbereiche über? Nun gibt es natürlich auch Menschen, die aus den verschiedensten Gründen mit einer zivilen und fairen Kommunikation Probleme haben. Die können dann gern so eine Schulung machen. Aber ob sie ihnen helfen wird?
Leider ist bei den Anträgen (noch) nicht das Datum veröffentlicht, wann die beschlossen wurden. Es wäre interessant, ob der BUVO- Antrag eine Reaktion auf die beiden anderen Anträge ist? Vielleicht kann das jemand aus dem Antragheft feststellen, an welchem Datum die Anträge beschlossen wurden. 

Zum Stichwort Gewalt sagt mein Wahrig- Wörterbuch:

"Zwang, (rohe) Kraft, unrechtmäßiges Vorgehen, Macht, Befugnis zu herrschen, Obrigkeit, Machtbereich, Gewahrsam, Heftigkeit, Wucht, Ungestüm, Anwendung großer Kraft"

Ist es schon Gewalt, wenn ich der Frau Merkel hier ein Lied vorsinge, das ein halbes Jahr später in Bottrop auch Frankenberger zu hören bekam?

https://www.youtube.com/watch?v=M9lQ_9vBhvA 

Leider war es mir zu diesem Zeitpunkt nicht möglich die ÖDP- Fahne hochzuhalten. Wäre die ÖDP klar zum Grundgesetz positioniert gewesen, hätte ich hier auch die ÖDP- Fahne hochgehalten.
Jemandem hinterherzulaufen, um ihm ein Lied zu singen, grenzt für mich an psychische Gewalt, an Stalking.

Wikipedia: "Stalking ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Belästigung][/url] einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann."

Jetzt ist dies nicht wiederholt passiert, sodass ich hier kein Stalking unterstelle. Dennoch finde ich, dass da eine Grenze überschritten wurde, zumindest nachdem, wie es von anderen beschrieben wurde (also jemandem eine längere Strecke hinterherlaufen und Lieder singen, und auch nach Aufforderung damit aufzuhören weitermachen).
Ist das wiederholte Demonstrieren zu einem Thema Stalking? Wenn ich in Bottop den gleichen Weg zum Bahnhof habe, kann ich auch singen, Psalmlieder muss ein "christlicher Politrebell" aushalten, auch wenn der vermutlich nie damit gerechnet hat, dass diese in seine Richtung gesungen werden. nach Wuppertal habe ich einen Zug später genommen, um nicht im gleichen Zug zu fahren. Und ein Protest vor öffentlichen Veranstaltungen ist auch kein Stalking. Anders wäre es, wenn ich täglich unter seinem Schlafzimmerfenster singen würde, aber dann wäre wohl die ganze Nachbarschaft aufgebracht.

Was heißt "Gewaltfrei"? 

Ist nicht auch der Missbrauch eines Amtes Gewalt?

Ist das verweigern von Antworten verbunden mit Rügen und Ausschlussverfahren keine Gewalt? 

Auch im alten Forum waren Fragen anderer Forennutzer noch offen. Die wurden da noch vor der Schließung gelöscht, so dass diese Fragen nicht mehr nachvollzogen werden können. 

Alles schon vergessen? 

Soll hier die "gewaltfreie Kommunikation" genutzt werden, der eigenen Handlungsgewalt des Bundesvorstandes zu dienen, da man alle Kritiker sanktionieren kann, denen man irgendwie Gewalt in ihre Aussagen hineinlegt? 

Kann ich auswendig: https://www.youtube.com/watch?v=pb7NfjPMCqI
Sehr geehrter Herr Staratschek,

Sie fühlen sich ungerecht behandelt, habe eine fixe Vorstellung,wie ein Bundesvorsitzender / ein Bundesvorstand sich zu verhalten hätte und können nicht akzeptieren, dass Ihr von hoher Emotionalität und in der Wortwahl nicht immer durch Sachlichkeit und Respekt bestimmtes Verhalten bei einem hier schon zigfach diskutiertem Thema letztlich zu Ihrem Parteiausschluss geführt hat.

Sie können doch nicht ernsthaft erwarten, dass Sie mit Ihrem sehr kompromisslosem und in Teilen m.E. aufdringlichem Verhalten (auf das Sie erkennbar stolz sind) unwidersprochen Ihre Umwelt nerven können und dann bei Abwehrverhalten von Betroffenen von Gewalt reden.
Wo waren den die Kompromissangebote des BUVO? 

Ist dessen Verhalten nicht kompromisslos? 

Statt zu argumentieren gießen die Benzin ins Feuer und platzieren in eine Gesprächsvorbereitung durch den NRW- Landesvorstand eine Rüge, in der keine Aussage belegt ist, mir aber die wildesten Vorwürfe gemacht werden. 

Jeder kann diese Rüge hier komplett lesen und dann darunter eine Kommentierung in Abschnitten. Ich habe versucht, alle Aussagen, auf welche diese von mir verweisen, zu verlinken oder habe diese in meinem Postfach recherchiert und dann veröffentlicht. Wenn da z.B. behauptet wird, ich sei unsachlich und unfair können alle nachprüfen, auf welche Texte von mir diese sich beziehen. 

  http://viertuerme.blogspot.de/2014/07/de...s-odp.html 

Für mich ist dieses Vorgehen eine gewalttätige Kommunilation. Als ich Werner Roleff bat, die Position des Bundesvorstandes zu erläutern, antwortete dieser: "ich antworte nicht auf Unterstellungen." In meinen Augen eine Diffamierung. 

 Geht man dann zu weit, wen man eine Person, die das öffentliche Leben gestalten will einen offenen Brief schreibt? 

http://viertuerme.blogspot.de/2012/09/of...schen.html

Und was schafft der Parteiausschluss aus der Welt. Ich habe schon die Fahrkarte 1. Klasse zum Frühbucherrabatt nach Erlangen zum Bundesparteitag gebucht, denn ich bin nicht aus der ÖDP ausgetreten und habe meine Zugehörigkeit zum Programm nicht aufgegeben. 

Zitat aus dem offenen Brief, was man mir als Kompromisslosigkeit auslegen kann:

"Ich kann damit Leben, wenn du gut begründet, anderer Meinung bist. Aber die Treue zum Grundgesetz, dass unterlassen jeder Aktion, dass den Fortbestand der Identität unseres Grundgesetzes riskiert und das Handeln des BUVO nach Beschlusslage und Handlungstradition der ÖDP, dass sind für mich wichtige, unverrückbare Ecksteine eine guten, wahrhaftigen Politik. Das war dass, was die ÖDP bisher von CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen unterschied." 

Ist diese Aussage gewalttätig oder unsachlich?

Gast

Hallo

Ich kenne die GfK - sie wird in vielen Gemeinschaften praktiziert.
Sie stammt aus der Friedensforschung und es geht dabei darum ehrlich mit sich selbst und anderen zu sein. Verantwortung für seine Gefühle zu übernehmen. Sollten negative Gefühle da sein, geht es darum den Auslöser zu benennen, das eigene ungestillte Bedürfnis zu entdecken und daraus eine Bitte abzuleiten. Wenn man die GfK kennt, kann man andere in ihrem Prozess unterstützen. So geht es um Ehrlichkeit, Offenheit und eine verbindende Kraft. Die GfK kommt aus der Friedensforschung. Ich habe den Antrag mit Wohlwollen gelesen. Sollte auch in Schulen gelehrt werden. Arbeit die wieder verbindet und Mitgefühl fördert. Man achtet auf seine Gefühle, lässt sie zu drückt sie aus. Lernt zudem empathisch mit sich selbst zu sein.

Erzwingen kann man die dahinter liegende Einstellung nicht.

Aber in die Bildung einfließen lassen, sie selbst leben so gut es geht und darauf hoffen oder besser vertrauen, dass sie ansteckend wirkt.

Für Interessierte ne Einführung
Definition von Gewalt - die 4 Schritte und was es sonst noch kurz zu erklären gibt.

- hier
http://www.gfk-mediation.de/downies/Gewa...dlagen.pdf

Liebe Grüße
Susanne Gramalla

Gast

Eine Ergänzung

Die Kommunikation kann künstlich wirken, wenn wir zu sehr schematisch sprechen. Ein Kritikpunkt.

In welchen Situationen die GfK wie angewandt wird, ist ein eigenes Thema. Die Grundlagen sollte man verstanden haben, dann wäre schon seeeeehr viel gewonnen. Vielleicht auch nen GfK-Coach im Gremium haben, der das ganze unterstützt ggf. anleitet.

Ungewohnt der Weg der Achtsamkeit nach innen gerichtet:


Was habe ich wahrgenommen das mein negatives Gefühl ausgelöst hat?

Welches Gefühl ist da?

Welches Bedürfnis steckt dahinter?

Welche Bitte kann ich ableiten, dass mein Bedürfnis gestillt wird?
Was hat es mit Gefühl und mir zu tun, wenn ich den Eindruck habe, dass willkürlich über Aussagen von Satzung und Grundsatzprogramm hinweg gegangen wird.

Gegen eine Schulung der Kommunikation habe ich nichts. Ich behaupte ja auch nicht, dass ich perfekt bin. 

Frankenberger schreibt z.B. in seinem Buch "Volk entscheide" auf S. 87:

"Heute geht es .... darum, was ich für mich entdecken kann. Beispielsweise, dass Jesus immer freundlich auf die Menschen zugeht, auch wenn sie ihm kritisch gegenüberstehen. Das erinnert mich an meine eigene Situation." 

Ich weiß nicht, wie intensiv Sebastian Frankenberger die Evangeilienberichte gelesen hat, aber Jesus kann durchaus sehr harte Worte finden, die ich mich nicht trauen würde in so einem Fall anzuwenden. Ich halte es daher diesen Satz für eine unzulässige Domestizierung von Jesus. 

Den Antrag kann ich deswegen nicht "mit Wohlwollen" lesen, weil ich den in Zusammenhängen mit dem Verhalten von Sebastian Frankenberger sehe. Der scheinbar positive Satz kann für die Meinungsfreiheit in der ÖDP fatale Folgen haben. 

Versuche, die perfekte Welt zu erzwingen, haben sehr oft im Terror geendet. 

Wenn künftig schon der Vorwurf reicht, eine Aussage sei ein gewalthaltiger Angriff und dann gar nicht mehr die Inhalte geprüft werden, dann gute Nacht. Ich hoffe deshalb, das der BUVO- Antrag an der 2/3- Mehrheit scheitert.  

Aber wie ist Kommunikation möglich, wenn die Gegenseite diese Grundsätze verfolgt (aus "Volk entscheide" S. 79, Text unterbrochen aber nicht gekürzt):

"Aber warum müssen die Menschen immer alles kritisieren?"  

Ja warum den nicht?

"Das ist jedoch die Herausforderung: Wir die wir an der Spitze stehen und versuchen etwas zum Besseren zu verändern, wir stehen in der Kritik und dürfen uns trotzdem nicht von unserem Weg abbringen lassen." 

Hier wird ausgeschlossen, dass einen Kritik vom Weg abbringen darf, weil man ganz oben zu denen gehört die an der Spitze stehen und etwas zum besseren verändern wollen. Welch ein Hochmut spricht aus diesem Satz!

"Wir müssen zwar überlegen und begründen, warum wir etwas tun, aber es wird immer etwas geben, das wir falsch machen. Immer."

Klingt wie eine Einsicht, der ich vom Prinzip her zustimme. Aber was ist die Konsequenz:

"Ich meine man sollte stehts überprüfen, reflektieren, aber nicht komplett aus dem Konzept bringen lassen." 

Ja warum denn nicht? Wenn man immer etwas falsch machen kann, muss man auch bereit sein, sich aus dem Konzept bringen zu lassen. Dieses Dogma ist ein Widerspruch zum Buchtitel "Volk entscheide", weil nicht Volkes Wille gilt, sondern der von denen, die an der Spitze stehen. Und das habe ich auch so erfahren. 

"Eine gute Schutzschicht, einen Filter gegen Kritik muss man sich zulegen." 

Und genau das habe ich erlebt. Eine "gute Schutzschicht" an der alle Argumente abprallen und dann das Nutzen von sogenannten Ordnungsmaßnahmen anstelle von Argumenten. Dies ist auch eine Art der Kommunikation, die ich für sehr gewalttätigt halte, weil diese die Gewaltmöglichkeiten missbraucht, die ein Vorstand hat. 

Und deswegen betrachte ich den Antrag des Bundesvorstandes mit großer Sorge, weil diese die Gewaltfreiheit in seinem Sinne auslegen wird. Jesus warnte: Sie reden vom Frieden und meinen den Krieg. Übertragen möchte ich hier sagen, sie reden von Gewaltfreiheit und meinen Zensur und Ausgrenzung. 

Eine Forderung an die Partei, Kompetenzen zu vermitteln, wäre zu begrüßen. Eine eine Forderung an die Mitglieder, immer perfekt zu sein, die lehne ich ab. Es muss reichen Ehrlichkeit, Sachlichkeit und Treue zu den Grundaussagen von Satzung und Grundsatzprogramm zu fordern. Klarer müsste die Pflicht der Vorstände formuliert werden, auf alle Anfragen aus der Basis inhaltlich zu reagieren.

Aussagen, die einen neuen Tugendterror ermöglichen lehne ich ab. Ein Jakobinerstaat oder eine DDR waren genug. Es ist mir lieber "Schmarotzer" genannt zu werden, was schon passiert ist durch eine Person, die ich immer wieder treffe, als eine Einschränkung der Meinungsfreiheit hinzunehmen. Wenn jemand so eine Meinung vertritt, soll der die auch äußern. 

Auch wenn ich nicht vertrete, was du sagst, aber ich werde immer dafür streiten, dass du es sagen kannst. Das ist einer meiner Grundsätze. Das kann jeder in meinem Viertürmeblog testen: 

Z.B. hier: http://viertuerme.blogspot.de/2012/10/ei...ische.html
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