inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: ÖDP-Thesen zur Schulpolitik
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Auszug aus einem Thesenpapier des ÖDP Kreisverband Aachen-Düren-Heinsberg. Zur besseren Diskutierbarkeit aufgeteilt auf die passenden Themenbereiche des Forums.
Originalbeitrag: http://oedp-forum.de/bb/showthread.php?t...d=80#pid80


Zitat:(6-jährige gemeinsame Primarstufe für alle)
8. Einführung der 6-jährigen gemeinsamen Primarstufe für alle (ggf. auch 5 Jahre)

(Beibehaltung der bisherigen mehrgliedrigen Schulformen)
9. eine Forderung, die derzeit als Kontrapunkt zur offiziellen ÖDP-Politik steht:
Beibehaltung der bisherigen mehrgliedrigen Schulformen (unbedingter Erhalt und Förderung der Förder-, Haupt- und Realschulen gegenüber Gesamt-, Sekundarschulen und Gymnasien) zur Vermeidung eines „Einheitsbreies“, bei dem sich schwache Schüler überfordert fühlen, gute Schüler jedoch einer permanenten Unterforderungsgefahr unterliegen

Felix Staratschek

Interessantes Interview von Hubert Hüppe. Der CDU- Politiker gehört zur Minderheit der Lebensschützer in seiner Partei und setzt sich sehr für Kinder mit Behinderung ein: http://www.youtube.com/watch?v=GKNf1jbW2YU .

Siehe auch: http://www.behindertenbeauftragter.de/DE..._node.html
Bildungspolitik ist Ländersache. Die ÖDP in NRW fordert ein zweigliedriges System. Damit kann ich leben. Ein dreigliedriges Schulsystem kann aber auch gut funktionieren. Daher unterstütze ich die in den Thesen gemachte Aussage zum mehrgliedrigen System. Auch ein exklusives (!) Gesamtschulsystem könnte ich mir zur Not vorstellen. Mittlerweile ist die Schulformvielfalt in NRW aber kontraproduktiv. Ich gehe aber davon aus, dass Rotgrün die Gemeinschaftsschule früher oder später durchsetzen wird. Auch die Förderschulen werden (leider) über kurz oder lang abgeschafft werden. Da werden Fakten geschaffen. Eine Gegenwehr findet kaum statt. Auch ein sehr einflussreiches Mitglied der ÖDP hat schon gesagt, dass man auf lange Sicht nicht an der Gemeinschaftsschule vorbei kommen werde. Ob er das aus Überzeugung sagte oder ob da der authentische Politiker in ihm sprach, der sich geschmeidig dem Meinungsmainstream anpasst, weiß ich nicht.
Ich halte nichts von der Gemeinschaftsschule. Vor allem halte ich nichts von dem Glauben, dass die Schulform entscheidend ist bzw. die Lösung aller Probleme bringen wird. Der Zeitgeist weht aber in eine andere Richtung. Visionen sind gefragt. Und die Versprechungen sind auch verlockend: Kein Kind wird zurückgelassen. Die Abiturquote wird in NRW mit Sicherheit auch weiter steigen. Und Richard David Precht hat auch noch ein paar Ideen, die aus Schule einen ganz tollen Ort machen werden.

Es gibt aber auch noch Hoffnung:

Wer sich kritisch mit der Idee des längeren gemeinsamen Lernens auseinander setzen will, der wird auf dieser Seite fündig:  Arbeitskreis Schulformdebatte e.V.

Auch ergiebig: Die Homepage des Philologenverbandes

Hier ist ein Artikel, der den Einfluss der Bertelsmannstiftung auf die Bildungspolitik in Deutschland kritisch beleuchtet.
Die CDU wacht auf:

"Die Union hat es jahrzehntelang versäumt, sich offensiv zu dem zu bekennen, was die eigentliche Grundlage dieser Erfolge war: ein realistisches, konservatives Menschen- und Gesellschaftsbild, das von der Verschiedenheit der Begabungen ausging – also auch die Grenzen der Bildbarkeit junger Menschen bedachte."

und

"Die anhaltende Attacke gegen dieses gegliederte Schulsystem, der die Union nur ganz verhalten Widerstand leistete, wird dagegen getragen vom linken Gleichheitstraum der praktisch unbegrenzten Bildbarkeit aller Menschen.
Der Akademisierungswahn, der daraus erwuchs, hat mittlerweile zu einer galoppierenden Inflation der Bildungsabschlüsse geführt. Und zum Gegenteil der gleichen Chancen, die sich Sozialdemokraten wünschen: nämlich zu einer wachsenden Zahl teurer Privatschulen, die tatsächlich jene Exklusivität schaffen, die das alte Gymnasium nie bedeutete."

Lesenswerter Kommentar: CDU sagt linker Schulpolitik den Kampf an
Der Schwindel fliegt langsam auf. Wie lange wird man es noch unter den teppich kehren? Super Abi, aber nichts dahinter

Und dann beklagt man sich darüber, dass so viele im Studium scheitern! Einfach auch da das Niveau weiter absenken, dann wird das schon... Wink
Das geht aber nicht so leicht: Universitäten haben (bisher) größtenteils Hoheit über das, was sie lehren und die Schwere der Prüfungen.
Die „Amerikanisierung“ des Bildungssystems („jeder soll/muss auf die High School / Abitur machen“) halte ich für wenig zielführend. Am Ende hat der Bildungsgrad keinen Zusammenhang mehr mit der Eignung und Zulassung für Ausbildungen und Studium.
Referenz-URLs