inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: WDR Prognose ödp 0,8%
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Wenn die Prognose recht hat, dann haben wir es geschafft. Die ödp zieht ins Europaparlament ein ! Ist zwar noch nicht ganz Zeit die Korken knallen zu lassen, aber es sieht gut aus !

Ein Erfolg ist schon mal, dass der WDR uns in der Prognose erwähnt hat, auch wenn dabei gleich ein dummer Spruch kam " jetzt müssen Sie ganz stark sein, es kommen viele kleine Parteien". Sowas kann man sich auch sparen, oder ?

WDR: Gleiches Recht für ALLE !
Unter http://www.wahlrecht.de/news/2014/europa...rechnungen findet man noch mehr Hochrechnungen mit verschiedenen Hochrechnungen: 0,8% bzw. 0,7% (jeweils infratest dimap im Auftrag der ARD) sowie 1 Sitz (Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von ZDF).
Das deckt sich mit einer Umfrage, die ich gestern gesehen habe (Quelle leider vergessen) mit 0,79% für die ÖDP.
Im ZDF waren wir gerade bei 0,7%. Ich gehe also davon aus, dass es klappen wird. Auf der einen Seite also sehr erfreulich, gerade auch,weil das Ergebnis woh lbesser wird als 2009. Auf der anderen Seite scheint es "nur" an die guten Ergebnisse von 1989 (0,7%) und 1994 (0,8%) heranzureichen. Also trotz des Wegfalls der Sperrklause keine wesentliche Verbesserung. Ich bin auf die Anzahl der absoluten Stimmen gespannt...
Soeben lese ich in der ARD 0,6 %. Traurig ! Aber immerhin einen Sitz haben wir. Erschreckend nur, dass die NPD mehr Stimmen bekommen hat als wir.
Inzwischen kenne ich auch die Stimmenzahl hier in Wermelskirchen Tente. Es waren genau 2. Enttäuschend! Da hat das zettelverteilen keinen Einfluß auf das Ergebnis gehabt. Etwas mehr hätte ich doch erwartet.
Ich kann mir vorstellen, dass die ÖDP besser abgeschnitten hätte, wenn in Bayern gleichzeitig Kommunalwahlen wären. In sofern kann man vielleicht sogar von Glück sprechen, dass es noch hingehauen hat.
Ja, wirklich gut ist das Abschneiden nicht. Hoffen wir mal, dass das Ergebnis nicht noch weiter zurückgeht... bin auf das amtliche Endergebnis gespannt.

@Jörg: Weißt du denn, wie viele es 2009 waren?
ein wichtiges Ziel ist erreicht und die ödp ist mit einem Sitz im Parlament. Wenn man jedoch sieht, dass die "Tierschutzpartei" mit wesentlich weniger Mitgliedern fast das Doppelte erreicht hat, sollte dies schonungslos selbstkritisch untersucht werden.

Ich bin erst seit einigen Wochen in der Partei, habe aber den Wahlkampf im Kreisverband Aachen auch aktiv unterstützt. Wir konnten mit viel Engagement immerhin 534 Stimmen hinzugewinnen.

Meine Kritik war von Anfang an:

Mit noch mehr Gängelung des Bürgers (Raucherschutz und Tempolimit) gewinnt man keine Wähler.
Bei einem Treffen des Kreisverbands Düsseldorf, habe ich Sebastian Frankenberger gesagt, dass uns das Erziehungsgeld bundesweit Stimmen kostet. Ein Progammpunkt den ich aber nicht wegen der Wählergunst ablehne sondern inhaltlich.

Mir war besonders wichtig deutlich zu machen, dass die ödp die beste Umweltschutzpartei ist und somit den enttäuschten Grünenwählern eine Alternative bietet. Der Verlust der Grünen gibt mir recht.

Es fehlten klare Stellungnahmen zu Euro und Ukrainekonflikt.
Bei letzterem entstand der Einduck, man wolle wegen einer schwierigen Nachrichtenlage keine eindeutige Position beziehen.
Ich hatte noch per Mail versucht den Punktekatalog zu ergänzen.

Denn eines zeigt der spontane Erfolg der AfD auch. Mit unklaren Formulierungen, die vieles offenslassen, um sich nicht festzulegen, gewinnt man ebenfalls niemanden.

Ein kluger Schachzug war die Petition gegen TISA, und den Sitz im EU-Parlament hat sich Prof. Buchner sowieso verdient.

Glückwunsch!

Also es geht aufwärts, auch wenn das Ergebnis nicht wirklich Begeisterung auslöst.

Andreas Recker
(25.05.2014 23:38)ohnebadeschaum schrieb: [ -> ]Mit noch mehr Gängelung des Bürgers (Raucherschutz und Tempolimit) gewinnt man keine Wähler.

Bei einem Treffen des Kreisverbands Düsseldorf, habe ich Sebastian Frankenberger gesagt, dass uns das Erziehungsgeld bundesweit Stimmen kostet. Ein Progammpunkt den ich aber nicht wegen der Wählergunst ablehne sondern inhaltlich.

Mir war besonders wichtig deutlich zu machen, dass die ödp die beste Umweltschutzpartei ist und somit den enttäuschten Grünenwählern eine Alternative bietet. Der Verlust der Grünen gibt mir recht.

Es fehlten klare Stellungnahmen zu Euro und Ukrainekonflikt.
Bei letzterem entstand der Einduck, man wolle wegen einer schwierigen Nachrichtenlage keine eindeutige Position beziehen.
Ich hatte noch per Mail versucht den Punktekatalog zu ergänzen.

Denn eines zeigt der spontane Erfolg der AfD auch. Mit unklaren Formulierungen, die vieles offenslassen, um sich nicht festzulegen, gewinnt man ebenfalls niemanden.

Ein kluger Schachzug war die Petition gegen TISA, und den Sitz im EU-Parlament hat sich Prof. Buchner sowieso verdient.
Bezüglich der Gängelung des Bürgers stimme ich zu, auch bezüglich der Stellungnahmen zu Euro oder Ukraine hätte man sicher klarer formulieren können. Ich habe mir gestern noch einen Europaflyer der AfD angeschaut. Bei einigen Punkten gibt es da durchaus Übereinstimmungen mit der ÖDP, dir Formulierungen der AfD waren aber nach meinem Empfinden deutlicher und klarer.

Wo ich anderer Meinung bin, ist die Sache mit der Umweltschutzpartei. Wir sind sicher (allein schon mit der Wachstumskritik) in diesem Bereich besser aufgestellt. Aber ich glaube nicht, dass uns sehr viele Menschen deshalb den Grünen vorziehen würden. Da ist vielen sicherlich der Spatz in der Hand mehr wert als die Taube auf dem Dach (von "Hardcore-Ökologen" abgesehen). Für mich machen die gesellschaftspolitischen Unterschiede den entscheidenden Faktor aus, in der ÖDP zu sein. Fragen wie Quoten, Haltung zur Abtreibung, "weichen" Drogen oder auch der Familienpolitik. Das sind sicher auch Gründe für viele, die ÖDP nicht zu wählen, keine Frage, aber das Zeug zur Volkspartei hat die ÖDP in absehbarer Zeit ohnehin nicht. Wenn man aber solche Unterschiede wegnimmt, gibt es kaum noch eine Daseinsberechtigung für die ÖDP, dann könnte man in der Tat mit den Grünen fusionieren. Meiner Meinung nach sind es die Unterschiede zwischen der ÖDP und den Grünen (natürlich auch die umweltpolitischen), die in den Wahlkämpfen stärker thematisiert werden sollten. Da dürfte es dann auch ruhig mal etwas kontroverser zugehen. Aber Sebastian Frankenberger hat ja letzten in der FAZ verlauten lassen: „Wir sind keine Konkurrenz zu den Grünen, sondern eine Ergänzung“ Da ist wohl nicht viel zu erwarten.
(26.05.2014 18:23)Jürgen Koll schrieb: [ -> ]Für mich machen die gesellschaftspolitischen Unterschiede den entscheidenden Faktor aus, in der ÖDP zu sein. Fragen wie Quoten, Haltung zur Abtreibung, "weichen" Drogen oder auch der Familienpolitik. Das sind sicher auch Gründe für viele, die ÖDP nicht zu wählen, keine Frage, aber das Zeug zur Volkspartei hat die ÖDP in absehbarer Zeit ohnehin nicht. Wenn man aber solche Unterschiede wegnimmt, gibt es kaum noch eine Daseinsberechtigung für die ÖDP, dann könnte man in der Tat mit den Grünen fusionieren.

Für mich ist das hier Zitierte auch entscheidend. Allerdings bleibt noch ein wesentlicher Unterschied zu den Grünen: Wie die meisten anderen Parteien stehen die Grünen auch für Wachstum, da macht es nicht viel aus, ob die das "nachhaltiges Wachstum nennen. In der Beziehung ist das "Öko-Gehalt" der Tierschutzpartei (vollständig: Mensch, Umwelt, Tierschutz) schon eher vergleichbar mit der ÖDP: kein Wachstum.

Aber... die Tierschutzparte ist bei den "Werten" eher bei den Grünen anzusiedeln, meine ich.

Vor ca. 1,5 Jahren habe ich mal eine zweidimensionale Einordnung der Parteien versucht. Waagerecht das traditionelle "links-rechts": viel Staat - wenig Staat (soziale bzw. liberale Wirtschaftspolitik), und senkrecht die Werte:
[attachment=112]
Die Tierschutzpartei fehlt hier, weil ich zu der Zeit nur Parteien aufgelistet hatte mit mehr als 6.000 Mitgliedern. Die Piraten waren vor etwa 1,5 Jahren noch "klein". Die Tierschutzpartei würde ich im Diagramm etwas oberhalb von der ÖDP anordnen, die Familienpartei z.B. etwas rechts von der ÖDP.
Was man eigentlich in einer dritten Dimension hinzufügen könnte, ist der Ökogehalt...
Die ÖDP ist m.E. fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der Klageerfolg gegen die 3%-Hürde automatisch mehr Stimmen für die ÖDP bringt, weil die Stimmen ja nicht mehr "verloren gehen". Diese Logik gilt aber auch für andere Kleinparteien und das schafft auch Konkurrenz. Und da beginnt m.E. das Problem für die ÖDP. Andere Kleinparteien stehen für irgendein Thema, irgendein klares politisches Ziel. Die ÖDP steht m.E. für ein buntes Gemisch von Themen und mehr oder minder idealistischer und utopischer Ideen. Teilweise stark konservativ, teilweise sozialrevolutionär. Ich schrieb es schon früher: dafür gibt es keine größere passende Zielgruppe außerhalb Bayerns.

Leider steht m.E. weder die ÖDP noch irgendein ÖDP-Politiker bei einem größere Bevölkerungsgruppen bewegendem Thema für eine besondere fachliche Kompetenz.

Klaus Buchner hat so ein Image bei von Physik dominierten Themen und, manchmal erstaunlich, zur EU-Politik, wobei sein Professorentitel natürlich hilft.

Es fehlen die mitreißenden Bürgerrechtler, Energiepolitiker, Sozialpolitiker und Wirtschaftspolitiker. Ich bin auch unverändert der Ansicht, dass das Rauchverbot bzw. der Nichtraucherschutz ein stark polarisierendes Thema ist, das wie ein Betonfass an den Füßen der ÖDP hängt. Es ist extrem bevormundend und das nervt viele. Das Thema sollte schnellstmöglich still und heimlich beerdigt werden.

Der Versuch, die besseren Grünen zu sein durch Eigenschaften wie Nichtannahme von Spenden, stärkerem Pazifismus, mehr Konsequenz bei der Energiewende und mehr Familiensinn reicht m.E. dann für größere Wahlerfolge nicht aus.
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