inoffizielles Themenforum für die ÖDP

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Seit offenbar einer Woche kann man EU-Kandidaten fragen stellen.
Ich habe mir so einige Fragen an Buchner angesehen, und auch welche an Frankenberger. Bei Buchner gibt es einen besseren Eindruck als bei Frankenberger, denn letztere wird mit der Frage konfrontiert, dass offensichtlich viele ödp-ler Fragen stellen (Frage vom 6.5.) und dass Frankenberger wohl keine Meinung zu Russland/Ukraine hat (ebenfalls 6.5.).
Ich habe es mir angeschaut. Sebastian Frankenberger gibt die üblichen schwammigen Aussagen und Glaubenssätze von sich, versucht konkreter Positionierung bei aktuellen politisch kritischen Fragen auszuweichen und träumt lieber von Volksentscheiden und von der Postwachstums-Gemeinwohlökonomie.


Klaus Buchner ist vielfach konkreter, zeigt aber im Bereich EU und Militär die schon mehrfach beobachtbare Kombination aus Verschwörungstheorie und Radikalpazifismus. Buchner ist für mich als MdEP denkbar, auch wenn ich bei einigen Themen seine Ansichten überhaupt nicht teile. Da ist aber insgesamt ein politisches Profil und eine konkrete Idee erkennbar, was er erreichen will und wo er ansetzen will.

Dass bei solche Fragenseiten organisiert oder aus Eigenantrieb von Parteimitgliedern und Symathisanten Fragen gestellt werden, damit die Kandidaten sich passend darstellen können, ist m.E. normal. Früher wurden bei öffentlichen Veranstaltungen mit Sicherheit auch Frager eingeteilt.
@Michael M: Wobei mir ein radikaler Pazifist viel lieber ist als Abgeordnete, die nach Fraktionszwang und Lobbyarbeit für unentschuldbare Kriegseinsätze votieren.
Die etwas konspirative Art von Buchner kann man durchaus kritisieren. Wobei ich häufig den Eindruck habe, dass seine Aussagen deutlich fundierter sind, als er zu transportieren vermag.
Zitat:@Michael M: Wobei mir ein radikaler Pazifist viel lieber ist als Abgeordnete, die nach Fraktionszwang und Lobbyarbeit für unentschuldbare Kriegseinsätze votieren.

Sehe ich anders. Ein Pazifist kann für sich selbst entscheiden, dass er lieber umgebracht wird als sich wehrt aber nicht für andere. Wenn es um das Überleben vieler Menschen gehe, die sonst abgeschlachtet werden oder sich gegenseitig abschlachten, ist Pazifismus für mich keine Lösung. Dieses Schlagwort der Kriegseinsätze ist mir zu pauschal. Schau einfach mal in die UN-Charta, Chapter VII: http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitel_VII...n_Nationen
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