inoffizielles Themenforum für die ÖDP

Normale Version: Pkw: konsequente Variabilisierung aller Fixkosten
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Aus gegebenem Anlass - eine Fahrt durch eine dörfliche Landschaft, wobei ich kurz vor Heimkehr den heimischen Supermarkt ansteuern musste - wurde mir bewusst, dass so viele Dörfer gar keinen Lebensmittelladen mehr haben. Generell hatte ich ohnehin festgestellt, dass ganz viele Entwicklungen schleichend laufen, so dass man erst mal nicht sieht, welche negative Folgen Entwicklungen haben.

Szenenwechsel. Seit kurzem ist es möglich, eine Pkw-Versicherung mit Rabatt abzuschließen. Bedingung ist den Einbau einer Art Black Box im Auto, der alles Mögliche aufzeichnet.

Seit Jahren taucht immer wieder gelegentlich die Diskussion auf, dass Fixkosten eigentlich in variable Kosten umgewandelt werden müssen, damit der öffentliche Verkehr bessere Chancen erhält. Wir reden dann von der Versicherung und der Steuer. Die Technologie à la Black Box macht es möglich!


Ich möchte einen Rundumschlag einleiten. Zum Einen ist heute Technologie verfügbar, um einen solchen Rundumschlag zu ermöglichen, zum Anderen ziele ich darauf ab, dass bald kleinere Lebensmittelläden wieder in Dörfern zurückkehren.

Die Voraussetzung: Wie bei einer Taxifahrt sollen die Fahrtkosten seit dem Start laufend sichtbar gemacht werden.
Wenn man z.B. feststellt, dass eine Fahrt zum Supermarkt 2,25 EUR kostet, und es somit für jeden Besuch reale Kosten von 4,50 EUR entstehen, wird dies Chancen für Nachbarschaftsläden eröffen. Nebenbei - ja nebenbei - wird es dazu kommen, dass öfters die Beine oder das Zweirad genommen werden, oder der ÖPNV.

Was müsste diese Anzeige alles zusammenaddieren?
- Versicherungskosten (wahlweise mit oder ohne Black-Box-Funktion);
- Steuer (km- und Pkw-klassenbasiert);
- Spritkosten, nach Möglichkeit anhand des real gemessenen Verbrauches - damit wäre auch der erhöhte Verbrauch nach Kaltstart drin;
- einen Anteil Verschleißkosten (Reifen, usw.)

Der letzte Punkt betrifft natürlich nur ein geschätzter Wert, der jeweils bei Werkstatt-Terminen zu konkreten Werten kommt, aber es hilft allemal, die Kosten pro km so hoch (und real) wie möglich zur Anzeige zu bringen. Bei der Steuer dürfen meinetwegen pro Fahrt ruhig Startkosten von z.B. 0,50 EUR anfallen (die nur gerechnet werden, wenn anschließend tatsächlich gefahren wird).

Die Anzeige kann in vielen Pkw's der letzten 10 Jahren in der bestehenden Multifunktionsanzeige softwaretechnisch nachgerüstet werden. Eine dedizierte Zusatzhardware, die nachgerüstet bzw. serienmäßig eingebaut wird, beinhaltet die technische, manipulationssichere Funktionalität. Bei Altfahrzeuge müsste die Zusatzhardware ein eigenes Display haben, und Spritkosten fließen dan als Schätzwerte ein. Die Kostenbestandteile sind einzeln anzeigbar.

"Diskussion eröffnet"
Gute Idee, aber wer hätte Interesse daran? (Abgesehen von ein paar Idealisten)

Die Autoindustrie will bestimmt nicht, dass sich der Nutzer über die realen Kosten seines Fahrzeuges im vollen bewusst wird und diese ständig präsentiert bekommt. Angesichts dessen ist es auch recht unwahrscheinlich, dass wir Gesetze bekommen, die so etwas vorschreiben.

Eine Implementierung per Software wird wohl nur dann möglich sein, wenn man Zugang vom Autohersteller bekommt. Alternative Implementierungen (z.B. im Navi oder per separater Hardware) werden unnötig umständlich (für den Nutzer), passen sich nicht ins look and feel des Fahrzeugs ein und sind zudem ineffizient (evtl. zusätzliches GPS) und unpräzise (keine Messung des tatsächlichen Spritverbrauchs möglich).
Irgendwelche Ideen, das real zu implementieren?
Es geht nicht darum, wer (verbraucherseits) Interesse daran hat, sondern darum, dass der Staat ein Interesse daran hat, möglichst über den Preis bestimmte Ziele zu erreichen, anstelle über Verordnungen und derlei. Beipiel: Emissionszertifikate. Denn eine Preispolitik beeinträchtigt nicht direkt die Freiheit des Menschen. Zumindest aber anders als bei Ge- und Verboten. Ein anderes Beispiel: die Verpflichtung zum Einbau von intelligenten Stromzählern. Diese Verpflichtung schränkt keine Freiheiten ein, erlaubt aber ein bewussteres "Erleben des eigenen Verbrauches". Natürlich - ein intelligenter Stromzähler kann auch zu intelligent sein (Nutzerverhalten uploaden). Aber das ist eine technische bzw. moralische Frage. Nicht eine Frage darüber, ob solche Innovationen Vorzüge haben, hier im Sinne eines Verbrauches, bei meiner Pkw-Idee im Sinne einer Infrastrukturentwicklung.

Wenn die Autoindustrie etwas nicht will, wäre es ganz bestimmt ein Zeichen dafür, das die Idee sinnvoll im Sinne einer ökologisch verträglicheren Gesellschaft ist!

Kurz zu den technischen Punkten: Zugang kriegt man über Verordnungen. Das ist jetzt schon so.
Eine extra Implementierung kann zwar hässlich sein ("look and feel"), aber... wenn ich sehe, wie viele, viele Autos mit einem auf die Scheibe per Saugnapf angebrachtes Navi unterwegs sind, kann ich nur sagen: zweitrangig. Obwohl: Das Navi ist ein gewolltes Ding, die Kostenanzeige nicht unbedingt.
Ob zusätzliches GPS und derlei: muss angesprochen werden, aber ich denke, dass die Technik am Anfang der Diskussion höchstens angesprochen werden sollte, nicht diskutiert.
Hauptsache ist jetzt: sehen wir Chancen, endlich eine konsequente Variabilisierung aller Pkw-Kosten (anstelle der vielen Fixkosten) umzusetzen?
Ich finde die Idee prinzipiell gut.Seit ich eine Verbrauchsanzeige habe, fahre ich deutlich sparsamer. Zwar war mir auch vorher klar, dass die Geschwindigkeit einen Einfluss auf den Verbrauch hat, doch blieb das eher im Theoretischen. Jetzt macht es mir richtig Spaß, den Verbrauch auf immer wieder gefahrenen Strecken immer weiter zu senken (bei der Hinfahrt zur Arbeit liegt der Rekord jetzt bei 2,6l/100km, da geht es allerdings auch bergab, die Rückfahrt liegt höher). Allerdings konnte ich meine Kollegen bisher nicht mit meiner Begeisterung anstecken. Die kompletten Kosten angezeigt zu bekommen, könnte weitere Leute zum Umdenken bewegen. Wie man das technisch umsetzen kann, weiß ich nicht. Wichtig finde ich, dass darüber nicht weitere Überwachungs- und Datensammelmöglichkeiten geschaffen werden. Einfacher wäre es allerdings, politisch für eine Verteuerung des Sprits zu sorgen. An der Tankstelle tut es den Menschen dann im Portemonnaie weh, meiner Meinung nach die wirksamste Stelle.
@ Jürgen: mir macht es auch spaß, mit dem Spritanzeiger bewusst sparsamer zu fahren.

Generell: Was ich oben eigentlich versäumt habe ist, konkrete Links zu zeigen zu den genannten "intelligenten" Pkw-Versicherungen. Schließlich hatte ich vor einiger Zeit davon gelesen, und es damals links liegen gelassen. Es nennt sich pay as you drive (Wikipedia/Beispiel).
Vielleicht ist auch nicht ganz klar, dass es mir darum geht, beide große bisherigen Fixposten: Versicherung und Kfz-Steuer komplett zu variabilisieren. Eine Verteuerung des Sprits wird nicht ausreichen. Wenn der Sprit 2 EUR kostet, wird sich nicht viel an der Fahrintensität ändern, aber tendenziell bei ärmeren Leuten schon, weil die mehr ausgeben müssten. Hingegen ist die komplette Variabilisierung ggf. budgetneutral, oder sogar vorteilhaft für ärmere Leute.
Beispiel Sprit 1,50 => 2,00 EUR. Wer zu einem 5 km entfernten Supermarkt fährt, zahlt hin und zurück ca. 0,35 EUR mehr, je nach Verbrauch, aber keiner denkt daran, dass es in Wirklichkeit mehr ist wg. erhöhter Kaltstartverbrauch. Wird als Peanuts gesehen, abgesehen davon, dass nicht gesehene Kosten immer verharmlosen.
Hingegen, wenn eine Anzeige in Fall 1 nach 2x5 km sagen würde: € 2,25 Gesamtkosten, und im Fall 2 € 2,75, gibt es wieder Perspektiven für Tante-Emma-Läden (in beiden Fällen).
Ich versuche mal eine konkrete Aufschlüsselung für 2x5km (bei 1,50 Sprit, 7 l/km, 10 l/km Kurzfahrten):
- Sprit: 1,50
- Steuer: 0,12
- Versicherung: 0,35
- Verschleiß: 0,05 (nur Reifen) bis 0,15 wenn weitere Verschleißpunkte einbezogen werden. Wertverlust durch Abnutzung kann auch als variabel betrachtet werden, aber lasse ich außen vor. Warum? Menschen schaffen ein Auto an wg. Mobilität, dann wird Abnutzung selbstverständlich nicht als variabler Kostenpost angesehen.

Selbstkritisch frage ich nun: lohnt sich die Variabilisierung der Steuer und Versicherung, wenn Sprit und Verschleiß (Fixparameter) zusammen etwa 1,65 EUR machen? Ich meine ja (Summe hier: 2,12 EUR).
Die "Versicherungsbox" gibt es schon. Wenn die EU hier mit Normung vorangeht, hat sie noch einen Einfluss darauf, was alles aufgezeichnet wird, usw. Da kann dann ein Steuertarif mit eingebaut werden, mit Startkosten pro Fahrt, so dass die Kurzfahrt unattraktiv wird.
Die Idee, ein Tool einzuführen, das einem die Kosten für eine bestimmte Fahrt mit dem Auto errechnet, finde ich prinzipiell gut. Momentan ist ja beim direkten Vergleich Autofahrt mit Bahn oder anderen Öffentlichen das eigene Auto eh da und es werden maximal die Spritkosten gerechnet. Sollte man als App anbieten, bei der man die individuellen Autodaten als Basisdaten eingeben kann und dann mit einem Routenplaner koppeln. Muss ja nicht unbedingt mit den realen Fahrzeugverbrauchsdaten gefüttert werden. Das wäre dann der Schritt zwei, wenn einer sein Fahrverhalten optimieren will, nachdem er mitbekommen hat, was eine Fahrt wirklich kostet.

Wird aber immer eine Krücke sein. Wenn das Auto erst mal da ist und die Versicherung ohnehin bezahlt ist, wird es auch genutzt. Insofern ist es eher eine Hilfe für die Investentscheidung Auto ja oder nein.

Zwingen kann und sollte man aber niemanden dazu. Die Idee einer (Rechts)verordnung dazu finde ich schon etwas abenteuerlich.
Verordnung: dies trifft nicht denjenigen, der das Auto hat, sondern die Autoindustrie. Das ist wahrscheinlich klar, aber vollständigkeitshalber vermerke ich das. Ich habe ja nicht umsonst am Anfang angegeben: Verhaltensänderungen müssen über den Preismechanismus erfolgen, weil das eher motiviert.

Das mit der App als Krücke: weniger Krücke als ich selbst zuvor eingeschätzt habe, weil die Positionen, die noch zu variabilisieren sind, einen geringeren km-Wert aufweisen als zunächst gedacht. Das liegt wohl auch daran, dass vor vielen Jahren hin und wieder nach der Variabilisierung der Kfz-Kosten gerufen wurde (dan muss es ja relevant genug sein). Ich gehe beide Punkte durch:

1) Steuer: der kleinere Anteil. Wie gesagt, "Startkosten" könnten helfen.
2) Versicherung. Was ich beim Angebot der Sparkassen gesehen habe ist lediglich ein Rabatt von 5% auf die Versicherungsprämie, wer sich für die Telematik-Box entscheidet. Das ist natürlich nichts. Es muss 100% variabel werden.

Die Politik kann es den Markt überlassen, was als nächstes kommt (egal wie fragwürdig es wird), oder aber die Politik gibt vor. Das ist wie reagieren bzw. agieren. Deshalb ist jetzt die passende Zeit dafür! Gerade auch, weil die Technologie heute verfügbar ist. Was sind die einzelnen Punkte?
- Technikvorgaben (Normung);
- EU-Richtlinien für eine km-abhängige Besteuerung;
- EU-Richtlinien für ein neues Versicherungstarif, das zu 90% auf km-Leistung basiert. Tarifdetails, die "gutes" Fahrverhalten belohnen, sind erlaubt.
(05.04.2014 08:19)rjmaris schrieb: [ -> ]Die Politik kann es den Markt überlassen, was als nächstes kommt (egal wie fragwürdig es wird), oder aber die Politik gibt vor. Das ist wie reagieren bzw. agieren. Deshalb ist jetzt die passende Zeit dafür! Gerade auch, weil die Technologie heute verfügbar ist. Was sind die einzelnen Punkte?
- Technikvorgaben (Normung);
- EU-Richtlinien für eine km-abhängige Besteuerung;
- EU-Richtlinien für ein neues Versicherungstarif, das zu 90% auf km-Leistung basiert. Tarifdetails, die "gutes" Fahrverhalten belohnen, sind erlaubt.

Über eine Verordnung ein solches Gerät in Autos in der EU zu fordern ist grundsätzlich denkbar. National können wir das wohl nicht mehr, weil es in die regelen des Binennmarktes passen muss. Ob es gut fürs Image der EU als Organisation ist, wage ich zu bezweifeln. Dto, dass EU-Bürokratie da etwas Sinnvolles als Normvorgabe definieren kann ohne überzubürokratisieren. Zusätzlich: Es liegt in der Logik der EU-Energiesparlampenverordnung. Gut gemeint, kostet den Kunden Geld und wirkt bevormundend. Alles schon mal nicht besonders erfolgsversprechend.

Die km-abhängige Besteuerung wäre vordergründig gut, zumindest für Autogegner, aber damit erzeugt man massive Stadt-Land-Probleme (Pendler) und auch soziale Probleme. Familien müssen halt oft mehr fahren als andere. Zusätzlich geht das Kundenverhalten bei so etwas eher in Richtung Wunsch nach Flat-Rate.

Ich habe auch Probleme mit dem Ansatz eines "guten" Fahrverhaltens. Was ist gut, was ist schlecht? Die Grünen haben vor Jahren die Steuerung der Kfz-Nutzung über den Spritpreis versucht. Hatte die gleichen grundsätzlichen Probleme.Ich bin eher dafür, spritfressende Großautos per Verordnung nicht mehr zuzulassen und die Schraube bei den technisch erzeugten Verbrauchswerten anzuziehen, einschließlich energiefressendem Schnickschnack wie Klimaanlage.

Zitat:Szenenwechsel. Seit kurzem ist es möglich, eine Pkw-Versicherung mit Rabatt abzuschließen. Bedingung ist den Einbau einer Art Black Box im Auto, der alles Mögliche aufzeichnet.

Hier ist eine Risiko-Nutzen-Bewertung erforderlich. Alles, was digital aufgezeichnet wird, wird durch irgendwen irgendwann für Zwecke gebraucht, die für den freiheitsliebenden Bürger Probleme erzeugen. 1984 aus Umweltschutzgründen bzw. um ein paar Euro zu sparen? Lieber nicht!
(05.04.2014 08:50)Michael M(ittelstädt) schrieb: [ -> ]Die km-abhängige Besteuerung wäre vordergründig gut, zumindest für Autogegner, aber damit erzeugt man massive Stadt-Land-Probleme (Pendler) und auch soziale Probleme. Familien müssen halt oft mehr fahren als andere. Zusätzlich geht das Kundenverhalten bei so etwas eher in Richtung Wunsch nach Flat-Rate.
Nun, Flatrate ist schön und gut, z.B. bei der Telekommunikation, nicht beim Saufen, und bei allem anderen, bei dem materielle Ressourcen verbraucht werden auch nicht.

Das mit den Pendlern sehe ich gelassen. Erstens haben die eine Pendlerpauschale, die alle Kosten (0,30) ausreichend abdeckt. Zweitens - das wird öfters ins Feld geführt - lebt es sich auf dem Land preiswerter als in der Stadt, insbesondere die Wohnkosten.

Dass Familien öfters fahren ist richtig, aber eine konsequente Variabilisierung würde die Kosten nur geringfügig erhöhen, vor allen Dingen dann, wenn dadurch mittelfristig mehr Läden und sonstige Einrichtungen wieder in Dörfern zurückkehren würden. Das wird ein langsamer Prozess sein, aber nicht langsamer - glaube ich - als der schleichende Abbauprozess der vergangenen Jahren. Es wäre eine Entwicklung, die insbesondere ältere Menschen begrüßen würden.

(05.04.2014 08:50)Michael M(ittelstädt) schrieb: [ -> ]Ich habe auch Probleme mit dem Ansatz eines "guten" Fahrverhaltens. Was ist gut, was ist schlecht? Die Grünen haben vor Jahren die Steuerung der Kfz-Nutzung über den Spritpreis versucht. Hatte die gleichen grundsätzlichen Probleme.Ich bin eher dafür, spritfressende Großautos per Verordnung nicht mehr zuzulassen und die Schraube bei den technisch erzeugten Verbrauchswerten anzuziehen, einschließlich energiefressendem Schnickschnack wie Klimaanlage.
Das mit dem Fahrverhalten ist mir eigentlich egal, ob das Rabatt gibt oder nicht. Es geht dann weniger um gut oder schlecht, sondern fahrtenschreibermäßig Schuldfragen bei Unfällen.

Wo die Grünen etwas über den Spritpreis versucht haben: ich glaube, das war ein Vorschlag, und der ist nicht honoriert. Damit ist einmal mehr klar: Kostenerhöhung kommt nicht an. Bei budgetneutraler Variabilisierung sieht das wohl anders aus, meine ich.

Jaaa, und nun die Großautos. Ich würd' sie auch am liebsten per Verordnung verbieten. Nur, wen wir ehrlich sind: welche Verordnung greift mehr in des Bürgers Freiheit ein?
Das Schlimme mit den Klima-Anlagen ist, dass die meisten Fahrern das Ding standardmäßig eingeschaltet haben.


(05.04.2014 08:50)Michael M(ittelstädt) schrieb: [ -> ]
Zitat:Szenenwechsel. Seit kurzem ist es möglich, eine Pkw-Versicherung mit Rabatt abzuschließen. Bedingung ist den Einbau einer Art Black Box im Auto, der alles Mögliche aufzeichnet.

Hier ist eine Risiko-Nutzen-Bewertung erforderlich. Alles, was digital aufgezeichnet wird, wird durch irgendwen irgendwann für Zwecke gebraucht, die für den freiheitsliebenden Bürger Probleme erzeugen. 1984 aus Umweltschutzgründen bzw. um ein paar Euro zu sparen? Lieber nicht!

Aber eben deshalb ist es doch wichtig, dass die EU agiert und normiert, statt die Entwicklung, die schon im Gange ist, passiv zuzusehen? - siehe mein Vorbeitrag.
Referenz-URLs